Suchen

Gefahrstofflogistik Chemieunglück nach Rangierarbeiten mit Güterzug

Redakteur: Stéphane Itasse

Unsachgemäße Lagerung soll die Ursache dafür gewesen sein, dass gestern 40 bis 50 l Brom aus einem Zugwaggon in der russischen Industriestadt Tscheljabinsk ausgetreten sind und bei den Bewohnern gesundheitliche Beschwerden verursacht haben.

Firmen zum Thema

Die Chemikalie mit Dampf in einer Ampulle: Das rotbraune, flüssige Brom bildet giftige Dämpfe. (Bild: Wikipedia)
Die Chemikalie mit Dampf in einer Ampulle: Das rotbraune, flüssige Brom bildet giftige Dämpfe. (Bild: Wikipedia)

Offenbar sind Glasbehälter mit der Chemikalie bei Rangierarbeiten eines Güterzugs geborsten, sodass am Bahnhof der Stadt braun-gelbe Bromdämpfe frei wurden. Dies berichten verschiedene deutsche Medien, die sich auf Angaben der russischen Agenturen Interfax und Ria Nowosti berufen.

Unsachgemäßge Lagerung führt zu Chemieunglück

Schuld sei eine unsachgemäße Lagerung der Behälter gewesen. Das Brom soll sich in flüssiger Form in etwa 2000 Glasbehältern mit je fünf Litern befunden haben, von denen etwa acht bis zehn bei dem Unfall beschädigt wurden. Das Brom war für einen Chemiebetrieb in der sibirischen Altai-Region bestimmt, heißt es.

Aufgrund der sich ausbreitenden Bromwolke hatten Menschen mit Atembeschwerden sowie Augen- und Schleimhautreizungen zu kämpfen, einige mussten wegen Vergiftungserscheinungen behandelt werden. Erst am Nachmittag, einige Stunden nach dem Unfall, hätten die Behörden Entwarnung geben können.

(ID:29013210)