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Cemat Asia 2015 China braucht mehr Automatisierung

Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Im Mittelpunkt der Cemat Asia 2015 (27. bis 30. Oktober in Schanghai) steht der zunehmende Automatisierungstrend in der Intralogistik. Treiber dieser Entwicklung sind die gestiegenen Lohnkosten sowie der Mangel an Arbeitskräften, insbesondere in den Küstenregionen Chinas.

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Im Mittelpunkt der Cemat Asia 2015 steht der zunehmende Automatisierungstrend in der Intralogistik.
Im Mittelpunkt der Cemat Asia 2015 steht der zunehmende Automatisierungstrend in der Intralogistik.
(Bild: Deutsche Messe)

Mit 460 Ausstellern aus aller Welt handelt es sich dem Veranstalter Deutsche Messe zufolge um die größte und bedeutendste Intralogistik-Messe Asiens. Die Cemat Asia wird seit 16 Jahren alljährlich auf dem SNIEC-Gelände in Schanghai ausgerichtet. In diesem Jahr belegt sie eine Fläche von 47 000 m².Für internationale Intralogistik-Anbieter bleibt der chinesische Markt äußerst interessant. Allein deutsche Hersteller lieferten im vergangenen Jahr Waren im Wert von 745,8 Mio. Euro nach China. Nach Angaben von Oliver Wack, China-Experte der VDMA-Außenwirtschaft, konnten sich die Anbieter von Fördertechnik auch in den ersten Monaten des laufenden Jahres über eine gesteigerte Nachfrage freuen, und das entgegen dem allgemeinen Trend.

Erfolg trotz geringerem Wachstum

Chinas Wirtschaft wächst langsamer und stellt sich neu auf. Geht es nach den Plänen des chinesischen Staatsrats, dann wird sich das Land innerhalb der kommenden zehn Jahre von der Werkbank der Welt zu einer innovativen Industrienation weiterentwickeln, so die Deutsche Messe. Das Programm „Made in China 2025“ soll dafür sorgen, dass die Ökonomie des Landes radikal modernisiert wird. China möchte nicht mehr der Produzent billiger Massenware sein, sondern vielmehr für Innovation, Qualität und Effizienz stehen. „Im Zentrum der ,Made in China 2025‘-Strategie stehen die Themen Automatisierung und Digitalisierung der Industrie. Damit hält das Konzept Industrie 4.0 auch Einzug in chinesische Werkhallen. Internationalen Unternehmen bietet sich damit ein großer Markt“, sagt Wolfgang Pech, Geschäftsbereichsleiter bei der Deutschen Messe.

Flurförderzeuge als Vorreiter

Auf der Cemat Asia präsentieren sich internationalen Hersteller wie Dematic, Egemin, Eisenmann, Kardex, Knapp, SSI Schäfer, Swisslog, Vanderlande, Vanriet oder Vitronic. Darüber hinaus sind die beiden großen Staplerhersteller Jungheinrich und Linde Material Handling vertreten, die dort ihr Produktportfolio vermarkten und aufzeigen, dass Flurförderzeuge bereits heute intelligent sind. Linde Material Handling als größte Marke der Kion Group ist seit über 20 Jahren mit einer eigenen Fertigung und einem dichten Vertriebs- und Servicenetzwerk in China vertreten und zählt dort zu den führenden ausländischen Anbietern von Flurförderzeugen. Für Linde bietet sich mit der Strategie „Made in China 2025“ die Chance, eigene Entwicklungen im Bereich vernetzte Systeme, Digitalisierung und Automatisierung auch auf dem chinesischen Markt anzubieten, um neue Technologien und Innovationen voranzutreiben und so die Produktivität und Prozesseffizienz innerhalb der Intralogistik zu erhöhen.

Auch chinesische Anbieter vertreten

Die zunehmende Kompetenz der chinesischen Intralogistik-Hersteller ist in diesem Jahr auf der Cemat Asia in der Halle W3 deutlich sichtbar. Dort präsentieren große Player wie Kunming Shipbuilding Equipment Corporation (KSEC) oder das Beijing Materials Research Institute komplette Logistikanlagen und -systeme und zeigen, wie eine voll automatisierte Supply Chain funktioniert. Begleitet wird die Messe von einem Konferenzprogramm, in dem Best-Practice-Beispiele aus unterschiedlichen Anwendungsbereichen präsentiert werden.

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