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Flurförderzeuge Clark will wachsen – auch mit eigener Lagertechnik

| Redakteur: Robert Weber

Golfende Logistiker können in Zukunft ihrem Staplerlieferanten auch auf dem Grün treu bleiben. Die Staplerspezialisten von Clark Europe bauen in Zukunft Golf-Cars, greifen die Konkurrenz aber auch mit eigener Lagertechnik an.

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Viel Arbeit: Die Produktoffensive im Lagertechnikbereich fordert vor allem Andreas Krause, Technischer Direktor bei Clark Europe. (Bild: Weber)
Viel Arbeit: Die Produktoffensive im Lagertechnikbereich fordert vor allem Andreas Krause, Technischer Direktor bei Clark Europe. (Bild: Weber)

Eine starke Mannschaftsleistung legte Clark Europe im Jahr 2010 hin, so die einhellige Meinung der Führungsriege. Dass das Fußballvokabular noch häufiger auf der Pressekonferenz des Unternehmens strapaziert wurde, lag vor allem am Ort des Journalistentreffens: Auf Schalke – in der Arena des Bundesligisten.

Auf dem heiligen Rasen, wo sonst Raul und Co. stürmen, sorgten Stapler und Lagertechnikprodukte für Begeisterung unter den Clark-Mitarbeitern, denn die grünen Staplerbauer starten eine Produktoffensive. Neben Golf-Cars baut Clark in Zukunft auch eigene Lagertechnik. Ab 2012 können Kunden den Elektro-Hochhubwagen SX 12/16 mit einer maximalen Hubhöhe von 5,2 m ordern. Die Mülheimer greifen an.

Keine absoluten Zahlen von Clark, dafür Übernahmegerüchte

Die Verantwortlichen blickten vor den blau weißen Fanrängen aber nicht nur in die Zukunft. Für 2011 verkündeten sie einen Umsatz von 48 Mio. Euro. Die Erlöse hätten noch besser ausfallen können, wenn nicht das Beben in Japan dazwischen gekommen wäre, ärgerte sich Egon Strehl, Geschäftsführer von Clark Europe.

Für das kommende Jahr rechnen die Mühlheimer weiterhin mit Wachstum. Rund 45% mehr Produkte will man verkaufen. Das Umsatzziel liegt bei 60 Mio. Euro. Zu absoluten Zahlen schwieg sich Strehl auf Nachfrage unserer Redaktion allerdings aus. Dafür verriet der Staplermann, dass er sich in 2012 Marktbereinigungen vorstellen könnte. Vor allem bei japanischen Herstellern, so Strehl.

Clark sieht Wachstumsmärkte von Mexiko bis Moskau

Für sein Unternehmen sieht der Fußballfan Wachstumsmärkte vor allem in Russland. Clark will 2012 zwischen Moskau und Wladiwostok wachsen. Strehl schränkte aber ein, dass das industrielle Zentrum zwischen St. Petersburg und Moskau im Fokus sei. Im vergangenen Jahr lag der Marktanteil bei 1,4%, so Strehl. Bei rund 15.000 abgesetzten Flurförderzeugen im Riesenreich sind das etwa 210 Einheiten.

Doch das Team ist zuversichtlich für den russischen und europäischen Markt. 2013 will man vom Standort Mülheim umziehen und ein 7000 m² großes Lager sowie 850 m² Bürofläche beziehen. Auch eine CKD-Produktion ist geplant. Dem Ruhrgebiet bleibe man aber treu, hieß es.

Gebaut hat Clark auch in Mexiko. Ab Januar läuft dort die Vorserienproduktion an. Das Werk hat eine Kapazität von 6000 Einheiten. Davon sollen auch die Kunden aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika profitieren.

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