Suchen

Bodenkommissionierer Clever kommissionieren aus dem Handgelenk

| Autor / Redakteur: Bernd Maienschein / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Der US-amerikanische Flurförderzeuganbieter Crown ist bekannt für das vielfach prämierte Design seiner Maschinen. In der neuen Europazentrale in Feldkirchen bei München wurde jetzt die Kommissionierstrategie Quickpick Remote vorgestellt. Dem Anwender sollen sich damit erhebliche Prozessverbesserungen bei der Bodenkommissionierung erschließen.

Firmen zum Thema

In Bereichen mit hoher Entnahmedichte bei der Bodenkommissionierung lassen sich mit Quickpick Remote hohe Produktivitätssteigerungen erzielen.
In Bereichen mit hoher Entnahmedichte bei der Bodenkommissionierung lassen sich mit Quickpick Remote hohe Produktivitätssteigerungen erzielen.
(Bild: Crown)

Es geht eigentlich ganz einfach: Handschuh überstreifen, zwei Mal kurz aufs Knöpfchen am Handrücken drücken und schon kann es losgehen mit dem Kommissionieren. In der neuen Europazentrale von Crown Gabelstapler in Feldkirchen konnte ich mich Anfang Februar von der bedienerfreundlichen Arbeitsweise des Crown-GPC-3000-Bodenkommissionierers in Verbindung mit dem Kommissioniersystem Quickpick Remote überzeugen.

Bevor es im Vorführraum ans Probekommissionieren geht, gibt Europa-Chef Ken Dufford die aktuellen Zahlen bekannt: Weltweit über 500 Standorte in 84 Ländern, zehn Produktionsstandorte auf drei Kontinenten, mehr als 10.000 Mitarbeiter und ein Umsatz von 2,2 Mrd. Dollar zum Ende des letzten Geschäftsjahres stehen zu Buche. Gemessen am Umsatz sind die US-Amerikaner damit der fünftgrößte Flurförderzeuganbieter weltweit. Betrachtet man nur die elektrischen Geräte und die Lagertechnik, „gehören wir sicherlich zu den Top 3 der Welt“, merkt Dufford an. Das Wachstum seines Unternehmens in Europa führt er neben dem langjährigen Direktvertrieb in Deutschland, UK, Belgien und Holland hauptsächlich auf den Markteintritt in Spanien (Juli 2012), Österreich (Dezember 2012) und Italien (Januar 2013) zurück.

Keine überflüssigen Schritte mehr

Doch zurück zu Quickpick Remote. Für Dufford ist gerade diese Kommissionierstrategie zukunftsweisend, denn das erklärte Ziel seines Unternehmens sei die Optimierung des Kommissionierzyklus und das Vermeiden überflüssiger Wege für den Kommissionierer. Diesem Ziel sei man mit Quickpick Remote einen Schritt näher gekommen. „Wir bauen alle Komponenten selbst und wir schreiben auch die Software selbst“, erklärt Dufford – wie die für Quickpick Remote. Es könne schon sein, dass das ein bisschen länger dauere, aber es sei der richtige Weg. Der Manager vergleicht die Staplerproduktion mit der Automobilindustrie: „Eigentlich sind wir in unserer Branche gefordert, alles zu tun, was auch die Automobilindustrie macht – aber mit viel geringeren Stückzahlen.“

Dass immr älter werdende Kommissionierer nicht nur in der Autoproduktion verletzungs- und weitgehend ermüdungsfrei ihrer Arbeit nachgehen können, sondern auch im Handel, dafür sei Quickpick Remote genau das Richtige. Dem Kommissionierer wird seine Arbeit gleich auf mehrfache Weise erleichtert: Er muss weniger Schritte machen, Lasten über geringere Distanzen tragen, nicht so häufig beim Kommissioniergerät ein- und aussteigen und hat deswegen auch ein geringeres Verletzungsrisiko.

Der Kommissionierer muss viel weniger laufen

Hauptunterschied zur herkömmlichen Arbeitsweise: Beim traditionellen Bodenkommissionieren kehren die Bediener nach dem Aufnehmen und Ablegen der Waren immer wieder zum Fahrerstand zurück, um den Stapler weiterzubewegen. Dank der Handschuh-Fernbedienung kann der Mitarbeiter jetzt hinter dem Fahrzeug bleiben und läuft stets vorwärts statt hin und her. Untersuchungen hätten ergeben, dass ihm im Vergleich zu herkömmlichen Hubwagen bis zu 50 % der Schritte in einer Schicht erspart bleiben. ■

(ID:42528513)