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Leichte Nutzfahrzeuge Crafter-Nachfolger entsteht in Polen

Der Volkswagen-Konzern ordnet wesentliche Teile seiner internationalen Werksbelegung neu. In diesem Zusammenhang wurde bei Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) beschlossen, den Nachfolger des VW Crafter ab 2016 in Polen zu fertigen.

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Mit dem Crafter Cool-Profi bietet Volkswagen Nutzfahrzeuge eine Komplettlösung aus einer Hand. Der Nachfolger wird ab 2016 in Polen produziert.
Mit dem Crafter Cool-Profi bietet Volkswagen Nutzfahrzeuge eine Komplettlösung aus einer Hand. Der Nachfolger wird ab 2016 in Polen produziert.
(Bild: VWN)

In Wrzesnia wird für die Produktion des Crafter-Nachfolgers ein neues Werk entstehen, das im zweiten Halbjahr 2016 den Betrieb aufnehmen soll. „Mit der Entscheidung, den Crafter in Polen zu bauen, stellen wir die Weichen für die strategische Neuorientierung unserer leichten Nutzfahrzeuge“, so Dr. Leif Östling, Mitglied des VW-Vorstands und verantwortlich für den Bereich Nutzfahrzeuge. „Der Crafter eignet sich hervorragend für alle Wachstumsmärkte der Welt und wird Volkswagen Nutzfahrzeuge auf dem Weg zum global agierenden Hersteller weiter voranbringen“, ist sich Östling sicher. Die Verantwortung für das Crafter-Fertigungsprojekt übernimmt zum 1. April 2014 Jens Ocksen (53), bislang im Markenvorstand von VWN für das Ressort Produktion und Logistik verantwortlich; Ocksen bleibt allerdings weiterhin Mitglied der VWN-Geschäftsleitung. Sein bisheriges Ressort übernimmt Dr. Josef Baumert (48), bisher technischer Geschäftsführer der Volkswagen Group Rus und Werkleiter in Kaluga.

Die Rahmenbedingungen stimmen einfach

Das neue Werk in Wrzesnia liegt rund 50 km östlich von Poznan und wird zusätzlich zum bestehenden Werk Poznan der zweite Standort von VWN in Polen sein. Wie der Konzern mitteilt, sind mindestens 2300 neue Arbeitsplätze mit dem Neubau verbunden. Seit mehr als einem Jahrzehnt rollt dort bereits der Stadtlieferwagen Caddy vom Band. Dazu VWN-Vorstandssprecher Dr. Eckhard Scholz: „Wir haben in Polen bei der Fertigung des Caddy ausgezeichnete Erfahrung gemacht. Und auch die Region um Wrzesnia bietet uns optimale wirtschaftliche, infrastrukturelle und arbeitsmarktpolitische Rahmenbedingungen.“

Das künftige Fabrikgelände umfasst rund 220 ha und besteht aus Karosseriebau, einer Lackiererei sowie der Endmontage. Der Baubeginn ist für Ende 2014 geplant, Produktionsstart soll im vierten Quartal 2016 sein.

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