Suchen

Flurförderzeuge Crown baut sein Produktprogramm aus

| Autor: M. A. Benedikt Hofmann

Kurz vor dem Jahreswechsel lud Crown in die Europazentrale in Feldkirchen bei München, um gleich zwei neue Fahrzeuge vorzustellen: die Gabelniederhubwagen der RT 4000 Serie in Ausführungen für stehende und sitzende Bedienung und den Kommissionierer mit Hubgerüst MPC 3000.

Firmen zum Thema

(Bild: Crown)

„In diesem Bereich gab es in den letzten Jahren nur sehr wenige Innovationen und wir möchten diese Lücken mit den neuen Geräten schließen“, erklärte Produktmanager Sebastian Schneeberger gleich zur Beginn der Präsentation der beiden RT 4000, die auf der Logistica 2015 in Utrecht erstmals gezeigt wurden. Die Version mit Fahrerstand eignet sich unter anderem durch ihre vergleichsweise geringen Abmessungen, besonders für das Be- und Entladen von Lkw und den innerbetrieblichen Transport. Hier ist nicht nur die Breite ein wichtiger Faktor (780 mm beim Seitstehgerät und 950 mm beim Seitsitzgerät) sondern auch die Länge. Da die RT etwa 0,5 m kürzer sind als die Gabelhubwagen der WT-Serie, benötigen sie insgesamt weniger Platz zum rangieren. Das ist Schneeberger zufolge gerade da von Vorteil, wo die bestmögliche Ausnutzung der Logistikfläche angestrebt wird, und ebenso bei Cross-Docking-Anwendungen. „Dabei bietet sich der Einsatz der Fahrersitzversion für Einsätze mit langen Distanzen und hohen Umschlagsleistungen an“, führt der Product Manager weiter aus.

Antrieb aus eigener Fertigung

Beim Antrieb setzt Crown auf selbst entwickelte und gefertigte Drehstrommotoren, die durch eine starke Beschleunigung auf Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 12,5 km/h punkten sollen. Selbst in den anspruchsvollsten Einsatzbereichen bringen sie dem Unternehmen zufolge verlässliche und effiziente Leistung. Gespeist werden können die Antriebe aus konventionellen Bleiakkumulatoren oder Lithium-Ionen-Batterien. In letzterem Fall arbeitet Crown mit verschiedenen Herstellern zusammen, von denen der Anwender die Batterien dann bezieht. Zwar ist die Li-Ion-Technologie den Experten zufolge in der Anschaffung immer noch um den Faktor 3 bis 5 teurer als die konventionellen Modelle, doch böte sie einen Return on Investment von 3 Jahren. Für die neue Technologie spricht außerdem, dass die Batterien jederzeit zwischengeladen werden können, was die Einsatzzeit der Stapler deutlich verlängert, und dass falsche Beladung sie nicht beschädigt, wie es von Blei-Akkus bekannt ist.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Komfort für den Bediener

Die Nutzerfreundlichkeit der beiden Modelle soll sich an verschiedenen Features festmachen lassen. So verfügt das Modell mit Fahrerstand über eine gefederte Bodenplatte, die Stöße beim Überfahren von Laderampen oder holprigen Flächen auffängt sowie ein ergonomisch geformtes Anlehnpolster, das nicht nur der Bequemlichkeit, sondern auch der Sicherheit dient, indem es den Fahrer an Ort und Stelle hält. Wahlweise sind die Gabelhubwagen mit Fahrerstand mit rechts- oder linksseitiger Lenkung ausgestattet. Die Bedienelemente für die Fahr-, Hub- und Senkfunktionen sind in Wirkrichtung der jeweiligen Funktion angeordnet.

Der Einstieg in die Fahrersitzversion geschieht über eine niedrige Einstiegsstufe. Die Bodenplatte lässt sich um 60 mm in der Höhe verstellen. So kann der Bediener die für optimale Position einstellen. Der Sitz lässt sich ebenfalls an Gewicht und Größe des jeweiligen Bedieners anpassen.

Die neuen Modelle sind zudem serienmäßig mit Ein- und Ausfahrrollen ausgestattet, sodass sowohl leere als auch volle Paletten über die Bodenbretter quer aufgenommen werden können.

(ID:43745632)

Über den Autor

M. A. Benedikt Hofmann

M. A. Benedikt Hofmann

Chefredakteur MM MaschinenMarkt