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Flurförderzeuge Crown zeigt ersten Verbrenner für europäischen Markt

Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Bisher war Crown nur mit elektrisch angetriebenen Flurförderzeugen in Europa vertreten. Das soll sich 2015 ändern. Im Mai bringt das Unternehmen den ersten Vierrad-Gegengewichtstapler mit Treibgasmotor auf den hiesigen Markt.

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Den Vierrad-Gegengewichtstapler C-5 LPG bringt Crown ab Mitte 2015 auf den Markt.
Den Vierrad-Gegengewichtstapler C-5 LPG bringt Crown ab Mitte 2015 auf den Markt.
(Bild: Crown)

Den LPG-Industriemotor des C-5 LPG hat Crown zusammen mit dem amerikanischen Traditionsunternehmen John Deere entwickelt. Er soll unter anderem eine bisher unerreichte Laufleistung von bis zu 20.000 Stunden und längere Serviceintervalle bieten. Hergestellt wird das Aggregat im neuen Crown-Motorenwerk in Troy, Ohio. Bei der Entwicklung wurde dem Unternehmen zufolge besonders darauf geachtet, dass eine optimale Zugangsmöglichkeit zu den Motoraggregaten besteht. Die zahnradgetriebene Ventilsteuerung soll sich außerdem durch einen geringen Wartungsaufwand auszeichnen und keinen Zahnriemenaustausch benötigen.

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Automobilkonforme Vollkabine

Zu den weiteren Austattungsdetails gehört ein vollflächiges 4-Kolben-Bremssystem für eine lange Lebensdauer und einfachen Service und ein optionales Doppel-Kühlsystem mit Hochleistungskühler und „On-Demand“ Kühlsystem. Hier saugt das Gebläse den Kühler beim Starten des Motors frei von Partikeln und läuft temperaturgesteuert, also nur wenn notwendig. Kunden können den C-5 des Weiteren mit einer neu entwickelten Kabine ordern, die dem Bediener eine bisher unerreichte Rundumsicht und eine hoch ergonomische Arbeitsumgebung bieten soll. Das Modell wird mit den Hubkapazitäten 2; 2,5 und 3 t erhältlich sein.

Elektro-Vierrad-Gegengewichtstapler

Eine weitere Neuerung, die das Unternehmen im Mai 2015 auf den Markt bringen will, ist der Elektro-Vierrad-Gegengewichtstapler Crown SC 6000. Mit einem nahezu Zero-Turn-Radius soll das Modell extrem wendig sein und hier dem Fahrverhalten eines Dreirad-Staplers ähneln. Unter anderem kommt die aus dem C-5 bekannte ausfallsichere Lenkachse zum Einsatz und eine automatische Fahrgeschwindigkeitsreduzierung bei Kurvenfahrten und angehobenen Gabeln sorgt für zusätzliche Sicherheit und Komfort. Dazu trägt auch die automatische Rampen-Haltefunktion mit vollautomatischer Feststellbremse bei. Das Battery Transfer System (BTS) macht einen einfachen Batteriewechsel bei geschlossener Bodengruppe möglich. Der SC 6000 wird mit Halb-, Soft- und Vollkabine und mit Hubkapazitäten von 1,6; 1,8; und 2 t angeboten.

Heben und Senken per Fernsteuerung

Der bekannte Quickpick Remote Handschuh kann in Zukunft auch als Fernbedienung für einfaches und schnelles Heben und Senken direkt vom Arbeitsplatz neben den Gabeln eingesetzt werden. Dieses System wird ab dem zweiten Quartal 2015 für die Serien ES 4000 und ET 4000 erhältlich sein und soll vor allem in der Kleinteilekommissionierung, beim Regalebefüllen, der Maschinenbestückung und wenn der Stapler als Arbeitsplattform genutzt wird, zum Einsatz kommen. Zu den Vorteilen der Fernsteuerung zählt Crown, dass der Arbeiter zwei freie Hände und die Steuerung immer zur Hand hat. So kann das Gerät immer auf die optimale Arbeitshöhe eingestellt werden und es sind weniger Schritte nötig. Das soll wiederum zu einer geringeren Belastung der Anwender und einer Zeitersparnis führen. Im Unterschied zu dem bereits bekannten System ist der Daumenknopf nun mit den Funktionen Heben und Senken belegt. Dazu kommt ein spezieller Transceiver für das Hub-System, der in den Handschuh eingelegt wird und baugleich zum schon bekannten Transceiver des Quickpick Remote Systems ist. Geräteseitig ist ein Empfänger mit einer Signal-Leuchte am Mast montiert (Leuchten = Heben, Blinken = Senken).

Mehr Energieeffizienz für Gabelhubwagen WT

Crown hat außerdem angekündigt, dass die Gabelhubwagen der Serie WT 3000 mit neuen Controllern und einer neuen Software zur Verbesserung der Energieeffizienz durch optimiertes Batteriemanagement ausgestattet werden. Bei Geräten mit einer mechanischen Lenkung soll das zu einer bis zu 28 % längeren Laufzeit je Batterieladung oder 28 % mehr Palettenbewegungen je Batterieladung führen. Geräte mit elektrischer Lenkung kommen immerhin auf eine bis zu 9 % längere Laufzeit je Batterieladung oder bis zu 9 % mehr Palettenbewegungen.

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