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Projektstart Das erste Treffen

Redakteur: Robert Weber

Nach der Feier folgt die Arbeit: Wenige Tage nach der Bekanntgabe des Gewinners des Warehouse Live Projekts trafen sich Vertreter des WMS-Softwarespezialisten LOGOS GmbH und dem Preisträger Sportco, um sich kennen zu lernen, erste Prozessschritte zu untersuchen und den Zeitplan für das Projekt abzustimmen.

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Mit der Analyse der vorhandenen Prozesse starteten Wolfgang Trapp, Mark Trapp und Marc Rode von der Firma Sportco sowie Martin Leiacker und Michael Keller von der LOGOS am vergangenen Freitag in die Modernisierung des Sportco-Versandlagers. Während bei dem Hagener Sportausrüster aktuell noch alle Prozesse beleggebunden ablaufen, möchte Sportco im Rahmen von Warehouse Live das Lagerverwaltungssystem imotic einführen und auf Kommissionierung per Datenfunk umsteigen. „Durch die Anbindung von imotic an unser Warenwirtschaftssystem werden auch in der Verwaltung zukünftig die Belege entfallen. Für unsere Mitarbeiter ist das ein großer Schritt“, erläutert Mark Trapp, Assistent der Geschäftsführung bei Sportco. LOGOS-Projektleiter Michael Keller hat bereits ausreichend Zeit für Schulungen und umfangreiche Möglichkeiten, die neuen Prozesse in einem Testsystem auszuprobieren, eingeplant: „Selber ausprobieren im System – ohne dass es gleich Auswirkungen auf den Echtbetrieb hat – nimmt den meisten Anwendern schell die Berührungsängste“, erklärt Keller.

Doch erst einmal stehen zahlreiche Schritte an, die im Hintergrund ablaufen und sich nicht auf den laufenden Betrieb auswirken werden: Die Analyse der Prozesse im Rahmen des vierstündigen Workshops ergab, dass im Sportco-Versandlager, in dem rund 6000 Artikel bevorratet werden, im Rahmen der imotic-Implementierung folgende Schritte notwendig sind:

  • Einrichtung einer Schnittstelle von imotic zum hauseigenen WWS Comet
  • Rückmeldung des Wareneingangs zur Bestellung
  • Bypass für kundenbezogene Bestellungen
  • Abwicklung von Retouren (Einlagerung, Rücksendung, Verschrottung)
  • Einrichtung eines Moduls zur Etikettierung der Ware im Lager
  • Konfigurierung der Einlagerung gemäß Einlagerstrategien und ABC-Analyse
  • Konfigurierung der Mischbelegung bzw. Zulagerung auf Lagerplätzen
  • Einrichtung der automatischen Nachschubsteuerung aus dem Großteilelager
  • Einrichtung der Kommissionierung zur Lieferung
  • Konfigurierung der Zusammenstellung von Lieferungen zu Touren
  • Steuerung der Verpackung der Lieferungen an den Packplätzen
  • Konfigurierung der Zusammenstellung von Versandeinheiten
  • Anbindung an den Spediteur (Senden der Versanddaten)

Einen groben Zeitplan haben die Projektverantwortlichen bereits abgestimmt. Im Oktober und November sollen alle Vorbereitungen wie Software- und Schnittstellenkonfigurationen, Einrichtung des Servers und Ausleuchtung der Datenfunkanlage abgeschlossen werden. „Den letzten Schritt – die Inbetriebnahmetests mit anschließendem Start in den Echtbetrieb – werden wir auf Wunsch von Sportco im Januar durchführen, damit das Jahresendgeschäft in keiner Weise beeinträchtigt wird“, berichtet Michael Keller. Er wird nun einen Zeitplan ausarbeiten und diesen in einem zweiten Workshop mit Mark Trapp und Lagerleiter Marc Rode abstimmen. Außerdem steht bei dem Gespräch auch die Definition der Schnittstellen zum Warenwirtschaftssystem Comet auf dem Programm.

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