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Temperaturgeführte Transporte Datenerfassungsstandards gesucht

„Notiert“ ist ein Forschungsprojekt, das Standards für sensorbasierte Datenerfassungssysteme bei temperaturgeführten Transporten liefern soll. Das Projekt ist nun in Dortmund gestartet.

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Die „Notiert“-Projektpartner beim Kick-off-Meeting in Dortmund.
Die „Notiert“-Projektpartner beim Kick-off-Meeting in Dortmund.
(Bild: VVL)

Ende Oktober fiel der offizielle Startschuss zu dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Forschungsvorhaben „Notiert“ (Entwicklung einer Normvorlage für Applikation und Betrieb sensorbasierter Datenerfassungssysteme bei temperaturgeführten Transporten in der Logistik). Im Rahmen des Kick-off-Meetings hieß Projektkoordinator Dr. Jochen Schneider vom Institut für Distributions- und Handelslogistik (IDH) des VVL e.V. die Projektpartner aus Industrie, Wissenschaft und Forschung in Dortmund willkommen. Hintergrund von „Notiert“ sind die Ergebnisse des im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossenen Projektes „Smith“, das die Verbesserung der Energieeffizienz von passiv temperaturgeführten Transporten am Beispiel von Flüssigaluminium untersuchte. Temperaturgeführte Transporte sind in einer Vielzahl von Branchen erforderlich und gewährleisten den ordnungsgemäßen Zustand der transportierten Waren.

Standards bei aktiver und passiver Temperaturführung fehlen

Während im passiv temperaturgeführten Bereich dafür ausschließlich thermisch isolierende Behältnisse zum Einsatz kommen, werden im aktiv temperaturgeführten Bereich einzelne Behälter bis hin zu ganzen Aufliegern mit elektrischer Energie versorgt, um den gewünschten Temperaturbereich unabhängig von den aktuellen Umgebungsbedingungen aufrecht zu erhalten. Dabei fehlt es allerdings bislang am Markt bei aktiv und passiv temperaturgeführten Transporten an standardisierten Systemen respektive Vorgaben zur dauerhaften Aufzeichnung und Analyse relevanter Einflussfaktoren.

Im Rahmen von „Notiert“ soll daher bis Mitte 2016 eine Normvorlage für die Applikation und den Betrieb sensorbasierter Datenerfassungssysteme bei temperaturgeführten Transporten in der Logistik entwickelt werden. Diese beschreibt ein standardisiertes Gesamtsystem aus Hardware- und Softwarekomponenten, das für eine lückenlose Erfassung, Speicherung und Auswertung relevanter, mit frei kombinierbaren Sensoren zu erfassender Messgrößen gemäß der jeweils aktuellen und für den Anwender zutreffenden Rechtslage geeignet ist. Hierdurch wird der sukzessiven Integration und dem Transfer von bereits vorhandenen, innovativen Forschungsergebnissen aus Projekten wie „Smith“ in die Wirtschaft und Unternehmen der Logistikbranche durch Überführung in Normen und Standards Rechnung getragen, wie es von Seite des IDH aus heißt.

Interessenten sind aufgerufen, sich zu melden

Das Kick-off-Meeting diente den beteiligten Institutionen zur Diskussion und Definition von Schwerpunkten der in den kommenden Jahren anstehenden Forschungsarbeiten auf dem Weg zur Normvorlage für einen weiten Anwenderkreis. Neben dem Dortmunder Institut für Distributions- und Handelslogistik (IDH) des Vereins zur Förderung innovativer Verfahren in der Logistik (VVL) e. V., das für die Koordination des Projekts zuständig ist, wirken am Projekt die Unternehmen Brehmer GmbH & Co. KG, Scemtec Sensor Technology GmbH sowie das Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) mit. Interessierte Speditionen, Branchendienstleister und Telematikanbieter, die das Projekt unterstützen möchten, sind aufgerufen, sich beim Projektkonsortium zu melden.

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