Container-Logistik DB Intermodal Services nimmt das 60. Großgerät von Kalmar in Betrieb

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Große Kunden, große Stapler, große Flotten: DB Intermodal Services GmbH übernimmt einen weiteren Großstapler von seinem bevorzugten Maschinenpartner für schweres Containerhandling-Equipment.

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DB-IS-Geschäftsführer Michael Heinemann nimmt den Schlüssel für das 60. Kalmar-Großgerät von Thomas Koskimaa, Geschäftsführer Cargotec Germany GmbH, entgegen (v.l.).
DB-IS-Geschäftsführer Michael Heinemann nimmt den Schlüssel für das 60. Kalmar-Großgerät von Thomas Koskimaa, Geschäftsführer Cargotec Germany GmbH, entgegen (v.l.).
(Bild: DB INtermodal Services)

Das Team um die Geschäftsführer Michael Heinemann und Ralf-Günter Kloß bewirtschaftet zehn Containerdepots und zwei Umschlagbahnhöfe in Deutschland und hält Beteiligungen an elf Terminalgesellschaften im In- und Ausland. Zudem werden dort die etwa 11.000 Güterwagen des kombinierten Verkehrs für die DB bewirtschaftet. Das Unternehmen bewegt jährlich deutlich über 900.000 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) und hat Depotkapazitäten von rund 28.000 TEU. Speziell im Ausland, von Dänemark über Tschechien, die Niederlande und Österreich reicht die Erschließung neuer Wirtschaftszentren.

2012 Umschlag von 100.000 Containern

Auch weitere Leistungen lassen sich festhalten, so wurden in 2012 über 100.000 Container europaweit zugestellt. Zusammen mit Partnern unterhalten die Mainzer Containerexperten 390 Chassis und 235 Zugmaschinen. Die Leistungen kommen nicht von ungefähr: 2003 ist dieses Unternehmen aus der Verschmelzung von BTS Hamburg und der Kombiwaggon Servicegesellschaft hervorgegangen. Hauptsitz ist Mainz, bundesweit beschäftigt man rund 350 Mitarbeiter. Hauptaufgabe sind „transportergänzende Leistungen“, dazu zählen Umschlag, Lagerung und Reparatur von Containern. Zwei Standorte sind zudem auf Werkslogistik spezialisiert. Die derzeit größten Depots befinden sich in Regensburg, Ulm, Kornwestheim und Leipzig. Die Kunden der DB IS sind Reeder und Spediteure.

60. Großstapler unterstützt Depot in Regensburg

Wer Depots in dieser Größenordnung betreibt, der benötigt Umschlag-Equipment, und zwar en gros. Anfang April 2013 übernahm deshalb DB-IS-Geschäftsführer Michael Heinemann aus der Hand von Cargotec-Geschäftsführer Thomas Koskimaa den Schlüssel für den 60. Kalmar-Großstapler – einen Leercontainer-Reachstacker DRF 100-54S6. Eingesetzt wird das Großgerät in dem modernen 38.000 m2 großen Depot in Regensburg. Eingesetzt werden an fast allen DB-IS-Depots Leercontainerstapler, Leercontainer-Reachstacker, Vollcontainer-Reachstacker sowie Frontstapler mit Stirnspreader für die Containerreparatur.

Kalmar ist seit 1986 DB-Partner

Kalmar ist seit 1986 der bevorzugte Maschinenpartner für schweres Containerhandling-Equipment. Hermann N. Tamke, Fuhrparkleiter bei DB Intermodal Services, betont, dass die Kombination aus Performance, Ergonomie und der von Kalmar angebotene bundesweit einheitliche Service den Ausschlag gegeben haben.

Alle Maschinen immer einsatzbereit

Tamke ergänzt: „Wir führen jährlich rund 600.000 Handlings durch. Da müssen auf unseren Depots alle Maschinen immer einsatzbereit sein, denn Standby-Maschinen können wir uns nicht leisten.“ Die Ansprüche an die Stapler- und Reachstackerflotte steigen. Denn: Containerumschläge nehmen zu, zudem müssen jährlich gut 40.000 reparaturbedürftige Container in den Werkstätten bewegt werden. Dadurch steigt auch die Belastung der eingesetzten Maschinen und die Zeitfenster für die Durchführung von Servicearbeiten werden knapper. Auch die Lagerung von beladenen Containern gewinnt an Bedeutung, was zwangsläufig mehr „Picks“ bedeutet.

Nach 12.000 Betriebsstunden werden die Maschinen ausgetauscht

DB IS hält die Maschinen über eine Einsatzzeit von etwa 12.000 Betriebsstunden, dann werden sie gegen neue ausgetauscht. „Wir benötigen leistungsfähiges und natürlich umweltfreundliches Equipment, Euro IIIb-Motoren sind bei uns Standard. Die Maschinen- und Einsatzkosten, insbesondere Reifenverschleiß, Treibstoffverbrauch, Service- und Reparaturkosten, werden überwacht und den einzelnen Depots beziehungsweise Maschinen zugeordnet – so werden Schwachstellen bei Fahrerperformance oder bei der Maschinentechnik sofort erkannt“, betont Tamke.

Standheizung und Klimaanlage serienmäßig

Serienmäßig verfügen die rot-weißen Kalmar-Großgeräte bei DB IS beispielsweise über Standheizung, Zentralschmierung, Klimaanlage, luftgefederte Komfort-Sitze, Xenon-Scheinwerfer, Rückfahrkamera und Joystick-Bedienung. Die um 15° neigbare Kabine bei Containerstaplern (7+1-Geräte) wird in Erwägung für künftige Beschaffungen gezogen. Die Betriebsleitung trifft sich quartalsmäßig mit den Standortleitern, um dabei auch über Informationen der Fahrer über die Performance und Akzeptanz der Geräte informiert zu werden. Kalmar ist auch der bevorzugte Partner für sämtliche Fahrerschulungen. Der Service wird grundsätzlich an den jeweiligen Maschinenhersteller vergeben. Also kümmern sich meist feste Kalmar-Monteure um die hart belasteten Großgeräte.

Interesse an umweltfreundlichen Geräten steigt

Die Zukunft? Geschäftsführer Michael Heinemann prophezeit der Containerbranche auch oder gerade im Binnenland in den kommenden Jahren solide Zuwächse – gleichsam steigt das Interesse an umweltfreundlichen Geräten. Hybrid-Stacker oder große E-Frontstapler für das Leercontainerhandling sind zwar noch nicht als Seriengeräte von Premiumpartner Kalmar verfügbar, wenn sie es werden, wird DB IS einer der ersten Kunden sein. Damit trägt DB IS auch den ökologischen Zielen der Strategie im DB-Konzern Rechnung.

Eine so große Flotte setzt auch beim Lieferanten eine entsprechende Infrastruktur voraus. In der Kalmar-Deutschlandzentrale ist ein Disponent ausschließlich für die Koordination der Servicemaßnahmen für den Kunden DB IS im Einsatz – bundesweit kümmern sich rund 25 Monteure um die Maschinen.

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