Schienengüterverkehr

DB kooperiert enger mit China

09.12.2010 | Redakteur: Bernd Maienschein

DB Schenker China Ltd. verfügt heute über 75 Büros, Geschäftsstellen und Logistikanlagen in mehr als 50 wichtigen Städten in ganz China. Bild: DB Schenker
DB Schenker China Ltd. verfügt heute über 75 Büros, Geschäftsstellen und Logistikanlagen in mehr als 50 wichtigen Städten in ganz China. Bild: DB Schenker

Die Deutsche Bahn und das chinesische Eisenbahnministerium wollen beim Güterverkehr auf der Schiene und beim Ausbau der Schieneninfrastruktur in China enger zusammenarbeiten. In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigen die Partner, den Schienengüterverkehr zu stärken und neue Verkehre zwischen Asien und Europa zu entwickeln.

Dazu wurde im Beisein des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesverkehrsminister, Jan Mücke, und des Eisenbahnministers der VR China, Liu Zhijun, die Erklärung, ein Memorandum of Understanding (MoU – Absichtserklärung), unterzeichnet.

Produktionsstandorte im chinesischen Inland machen Schienentransporte interessanter

„Wir stehen für eine engere Zusammenarbeit mit China bereit. Deutsches Fachwissen und deutsche Technologie leisten einen wichtigen Beitrag, diese Kooperation zu intensivieren. Der Transport auf der Schiene ist Rückgrat unseres Güterverkehrs. Vor allem auf Langstrecken wollen wir noch effizienter werden, das hilft auch auf Transporten von und nach China“, sagte Mücke nach der Unterzeichnung der Erklärung. Bereits Mitte Oktober hatte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer mit seinem Amtskollegen Li Shenglin ein MoU zur engeren Zusammenarbeit und zum Austausch von Fachwissen speziell im Logistiksektor unterzeichnet.

„China birgt für uns und unsere Kunden Wachstumspotenzial. Je mehr Produktionsstandorte in China von der Küste ins Inland rücken, umso interessanter wird für viele Hersteller der Schienentransport nach Europa. Dieser Nachfrage wollen wir entgegenkommen“, sagt Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Transport und Logistik der DB Mobility Logistics AG. Für die Intensivierung der transeurasischen Schienengüterverkehre soll auch die Russische Bahn RZD einbezogen werden, wie es heißt.

DBI unterstützt China mit Projektmanagement für künftige Hochgeschwindigkeitsnetze

Rausch unterzeichnete die Absichtserklärung zusammen mit Niko Warbanoff, Leiter Internationale Geschäftsentwicklung (non-EU) der DB AG und Mitglied der Geschäftsführung der DB International GmbH (DBI). „Das Memorandum of Understanding ist die Basis für die Stärkung unserer Geschäfte. China ist für uns ein sehr wichtiger Markt — sowohl für DB Schenker, als auch für den Export unserer fachlichen Expertise“, so Warbanoff.

Die DB-Tochter DBI steht bereit, China beim Neu- und Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes mit Beratung, Planung, Bauüberwachung sowie Projektmanagement zu unterstützen, wie es weiter heißt. DB International hat 2010 den Zuschlag für fünf weitere Bauüberwachungsprojekte auf neuen Hochgeschwindigkeitsstrecken in China gewonnen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 30 Mio. Euro.

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