Suchen

Verpackungstechnik Deltaroboter setzt Dosierkappen auf Medikamentenflaschen

| Autor / Redakteur: Bernhard Foitzik und Matthias Fritz / Rüdiger Kroh

Schnelligkeit ist das wichtigste Kriterium für einen Deltaroboter bei einer Verpackungsaufgabe in der Pharmaindustrie. Bei einer Anlage, die für 120 Flaschen pro Minute ausgelegt ist, muss er Dosierkappen auf bereits mit dem Schraubverschluss verschlossene Medikamentenflaschen aufsetzen.

Firmen zum Thema

Bild 1: Der Deltaroboter eignet sich besonders für Aufgaben, wo es auf Geschwindigkeit ankommt, zum Beispiel für das Sortieren farbiger Tabletten. (Bild: Fanuc Robotics)
Bild 1: Der Deltaroboter eignet sich besonders für Aufgaben, wo es auf Geschwindigkeit ankommt, zum Beispiel für das Sortieren farbiger Tabletten. (Bild: Fanuc Robotics)

Es ist einer der ersten Einsätze des Fanuc-Deltaroboters M-1iA in Europa und das gleich in der höchst anspruchsvollen Pharmaindustrie: Merck setzt den Roboter an seinem spanischen Produktionsstandort in der Verpackungsanlage für ein Allergiemedikament ein. Systempartner Tecnomecánica hat die Roboterstation realisiert.

In Spanien stellt Merck sowohl verschreibungspflichtige Medikamente als auch freiverkäufliche Gesundheitsprodukte her, unter anderem Medikamente zur Behandlung von Allergien bei Kindern. 140 Mitarbeiter und ein M-1iA von Fanuc Robotics sind an diesem Standort beschäftigt.

Einfacher Encoder liefert die Positionsinformation

Der Deltaroboter muss nur eines: Er muss schnell sein. Seine Aufgabe ist es, Dosierkappen auf Medikamentenflaschen aufzusetzen. Ausgelegt ist die Anlage für 120 Flaschen pro Minute. In der Roboterzelle reiht ein Wendelförderer die Dosierkappen auf einer Schiene auf. Der Roboter greift jeweils die erste Kappe und setzt sie auf die bereits mit dem Schraubverschluss verschlossene Flasche auf. So wie die Aufnahmeposition der Dosierkappen definiert ist, ist auch die Absetzposition festgelegt.

Die Flaschen werden von einer Kunststoffschnecke in regelmäßigem Abstand am Roboter vorbeigefördert. Ein einfacher Encoder liefert die Positionsinformation. Nicht einmal Kraft muss der M-1 beim Aufsetzen der Kappen aufbringen. Denn erst ein nach dem Roboter angeordneter Zylinder drückt die Kappen von oben fest auf die Flaschen. Anschließend werden die Flaschen zur Verpackungsmaschine gefördert.

(ID:31047290)