Service, Safety und Solutions Demag auf dem Weg vom Kranbauer zum Komplettanbieter

Redakteur: Robert Weber

Die Kranbauer von Demag wollen zukünftig nicht nur Krane verkaufen, sondern auch bei den Lastanschlagmitteln ein Geschäft machen. Die neue Strategie: Demag tritt als Komplettanbieter am Markt auf. Dafür investiert die Terex-Marke in Personal und Technik.

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Dr. Martin Habert: „Wir arbeiten mit renommierten Herstellern zusammen.“
Dr. Martin Habert: „Wir arbeiten mit renommierten Herstellern zusammen.“
(Bild: Demag)

Offiziell heißt das neue Konzept: Service, Safety und Solutions – inoffiziell sprechen die Verantwortlichen vom „Under-the-Hook“- Geschäft. Ziel ist es, den Kranbetrieb sicherer zu machen und einen engen Kontakt zur Logistikabteilung des Kunden zu pflegen. Das bedeutet: Demag-Mitarbeiter kontrollieren nicht nur den Kran, sondern auch die Lastanschlagmittel, dokumentieren die Wartung in einer Datenbank und schulen die Verantwortlichen.

RFID unterstützt die Techniker

Dazu kommt: Demag hat im Bereich Lastanschlagmittel mittlerweile über 1500 Artikel im Portfolio. „Wir arbeiten mit renommierten Herstellern zusammen“, erklärt Dr. Martin Habert, Leiter Demag Service. Einer davon ist Spanset. Vor Ort prüft der Techniker die Anschlagmittel und tauscht sie bei Bedarf aus. Bei der Kontrolle und Dokumentation setzen die Techniker auch auf RFID.

Servicefahrzeuge mit mobiler Kettenprüfbank

In Deutschland sollen in den kommenden zwei Jahren bis zu 20 Servicemobile unterwegs sein. Die VW-Transporter sind mit einer mobilen Kettenprüfbank ausgestattet, sodass der Wartungsspezialist vor Ort auf dem Firmenparkplatz die Anschlagmittel innerhalb von wenigen Minuten prüfen kann. Für eine Einstrangkette kalkuliert Demag vier bis fünf Minuten Prüfzeit ein. Abgerechnet wird pauschal, nach Zeit und Aufwand oder pro Equipment.

Darüber hinaus sind die Fahrzeuge mit einem Magnet-Testing-Verfahren ausgestattet. Auch eine Farbeindringprüfung ist möglich. „Ein Fahrzeug kostet zwischen 70.000 und 80.000 Euro“, bestätigt Habert gegenüber MM Logistik. Auch personell stocken die Kranbauer auf: 2012 stellte die Serviceeinheit 30 neue Mitarbeiter ein. Aber: „Die Luft bei Fachkräften wird ein bisschen dünner“, ergänzt Habert.

Im Service wird das Geld verdient

Mit Blick auf den Wettbewerb erklärt Habert: „Der Serviceaspekt wird am Markt noch nicht so groß geschrieben.“ Er ist sich sicher: „Das Hauptgeld wird im Service verdient.“ Eine Ebit-Marge von 20 % im Bereich Service gibt dem Manager recht. Im Geschäftsjahr 2011/12 erwirtschaftete seine Mannschaft einen Umsatz von über 330 Mio. Euro.

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