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Notfallversorgung Den Truckern tun die Zähne weh

Bei der Hotline von Docstop standen Auskünfte nach nächstgelegener Vor-Ort-Hilfe auch 2012 hoch im Kurs. Zahnschmerzen plagten die Lkw-Fahrer dabei am häufigsten. Im laufenden Jahr will der Verein sein Netzwerk auf die ersten europäischen Nachbarländer ausweiten.

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Die medizinische Unterwegsversorgung „Docstop“ für Berufskraftfahrer per Service-Center und teilnehmenden Ärzten wurde im Frühjahr 2007 ins Leben gerufen.
Die medizinische Unterwegsversorgung „Docstop“ für Berufskraftfahrer per Service-Center und teilnehmenden Ärzten wurde im Frühjahr 2007 ins Leben gerufen.
(Bild: ADAC-Truckservice)

Die vom ADAC-Truckservice kostenfrei betriebene Hotline für den Verein Docstop für Europäer e.V. erfreute sich im Jahr 2012 bei Fahrern und Firmen erneut großer Beliebtheit. Durchschnittlich rund 300 Trucker pro Monat riefen die Leistungen im Krankheitsfall über die Hotline (0 18 05) 11 20 24, Mail oder den direkten Kontakt an teilnehmenden Autohöfen ab. Laut einer Pressemeldung entspricht dies dem hohen Niveau aus dem Vorjahr. Im Sommer und Herbst wurde die Hotline am häufigsten genutzt: 63 % der Anrufe entfielen auf diesen Zeitraum. Gründe sind die starke Belastung von Körper und Kreislauf durch die heißen Temperaturen im Juli und August sowie die in der Regel hohe Anfälligkeit für Infektions- und Erkältungskrankheiten im letzten Quartal des Jahres.

ADAC-Infrastruktur für medizinische Hilfe nutzen

Docstop-Initiator Rainer Bernickel schätzt die langjährige Unterstützung des Partners: „Der ADAC-Truckservice bietet uns seit 2008 eine optimale und vorbildliche Infrastruktur, um Lkw-Fahrern auf Tour bei medizinischen Problemen schnell zu helfen.“ Werner Renz, Geschäftsführer des ADAC-Truckservice, ergänzt: „Unser Anspruch als Full-Service-Anbieter liegt darin, auch einen Beitrag zum Wohlbefinden der Lkw-Fahrer zu leisten.“ Gestärkt wird die Initiative zudem durch eine kontinuierlich wachsende Anzahl an Ärzten und Kliniken, deren soziales Engagement allen Beteiligten zu Gute kommt.

Zu den häufigsten Beschwerden der Trucker zählten Zahnschmerzen (31,7 %), gefolgt von Klagen über Gelenkschmerzen oder Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen (17,1 %). Der Anteil der Rückenleiden belief sich dabei auf rund 7 %, bedingt unter anderem durch das lange Sitzen auf dem Bock und häufiges Heben schwerer Fracht. Übelkeit, Infektionen, offene Wunden sowie Herz-/ Kreislaufprobleme waren weitere Krankheitsbilder. Rund zwei Drittel aller Anrufer nutzten die Hotline, um sich über die nächstgelegene Vor-Ort-Hilfe zu informieren.

Medizinisches Netzwerk auf Nachbarländer ausweiten

Angesichts des wachsenden grenzüberschreitenden Transportverkehrs hat es sich Docstop zum Ziel gesetzt, sein medizinisches Netzwerk von derzeit rund 330 Ärzten und Kliniken weiter auszubauen. 2013 wird Docstop auf die ersten europäischen Nachbarländer ausgeweitet. Partner aus Dänemark und Österreich haben ihre Unterstützung bereits zugesagt.

Dazu Werner Renz: „Über unser umfangreiches Europe-Net-Servicenetzwerk leisten wir bei einer Panne bereits schnelle Hilfe im Ausland. Nun können wir den Fahrern auch in einem weiteren Markt im Krankheitsfall mit einer etablierten Dienstleistung zur Seite stehen.“ Im Ausland seien die Hemmungen, sich bei Bedarf in ärztliche Behandlung zu begeben, meistens noch sehr hoch. Ein Hauptgrund dafür sind die mangelnden Sprachkenntnisse. Dies gehe jedoch zu Lasten der Verkehrssicherheit.

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