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Logistikzentrum Der Bürgermeister und die Zalando-Logistik

| Redakteur: Robert Weber

Lokalpolitiker sehnen sich nach prominenten Namen. Zalando hätte in Hilpoltstein so ein Name sein können. Ein neues Logistikzentrum stand wohl zur Debatte. Doch das Projekt ist gescheitert. In der Kommunikation mit den Medien interpretieren Gemeinde und Unternehmen die Situation allerdings unterschiedlich.

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(Bild: Apie unter CC BY-SA 3.0 Lizenz, wikipedia)

Der Bürgermeister Markus Mahl erklärte in der Lokalzeitung „Donaukurier“, die Ansiedlung des Internethändlers an der Autobahn bei Sindersdorf habe sich zerschlagen. Man könne die erforderlichen Grundstücke nicht zur Verfügung stellen. Zalando habe 40 ha angefragt, heißt es in dem Bericht weiter. Gegenüber MM Logistik gab sich die Pressestelle von Zalando überrascht von dem Vorgehen des Bürgermeisters und die frühe Einbindung der Presse in die Prozesse. Man sei immer wieder auf der Suche nach Grundstücken, heißt es. Der Zalando-Sprecher bezeichnete diese Phase als „Screening-Phase“. Wenn das Logistikteam eine Region für interessant bewertet, wende man sich an die Wirtschaftsförderung, so der Pressesprecher. Auf die Frage, ob konkrete Kaufangebote gemacht wurden, antwortet er: „Es gab in diesem Screeningprozess nicht die Absicht 40 ha zu kaufen“ In Hilpoltstein und den Lokalmedien hört sich das anders an: „Wie bereits bei der Anfrage für ein Logistikzentrum von Edeka vor fünf Jahren, hätten nun auch die Verhandlungen des Internethändlers mit den Grundstückseigentümern gezeigt, dass diese nur teilweise daran interessiert sind, ihre Flächen zu verkaufen“, berichtet die Zeitung. Auch habe Zalando mit rund 1000 Arbeitsplätze geworben, so das Blatt.

Die Mittelfranken müssen jetzt auf andere Investoren setzen. Zalando konzentriert sich auf die Inbetriebnahme seines neuen Logistikzentrums in Mönchengladbach.

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