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Fachpack 2015

Der Empfänger muss im Fokus stehen

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Bei den Verpackungsmaschinen liegt der Fokus in diesem Jahr besonders auf vielseitigen Lösungen. Ein Treiber dahinter ist die steigende Variantenvielfalt der Produkte. Eine Anlage soll heute nicht nur verschiedene Varianten eines Produkts passend verpacken, sondern auch verschiedene Packungsgrößen und Packstile beherrschen. Das Maschinendesign ist der Messe Nürnberg zufolge entscheidend für die Effizienz, die Leistungsfähigkeit und die Flexibilität vollautomatischer Verpackungssysteme. Um das zu erreichen, müssen die einzelnen Komponenten optimal aufeinander abgestimmt und schnell austauschbar sein. Traysealer werden demnach beispielsweise so konstruiert, dass sie innerhalb der Baugröße alle Formate und Materialien von Schalen verarbeiten können.

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Einstellungen und Produktwechsel lassen sich immer schneller erledigen – alles ohne Einsatz von Werkzeug mit Schnellverschlüssen. Ein modularer Aufbau ermöglicht die Nutzung verschiedener Funktionsbausteine im gleichen Maschinengehäuse und auf der gleichen Stellfläche. Die Maschinen sind so schneller einsatzfähig, lassen sich leichter erweitern oder umrüsten und bieten damit auch Spielraum für künftige Anforderungen.

Convenience bleibt im Trend

Gerade bei den Lebensmittelverpackungen werden auch an den Ständen der Fachpack die Convenience-Produkte dominieren. Eine wichtige Rolle spielen die Standbodenbeutel, die eine ganze Reihe neuer Produktsegmente erobert haben. Unter anderem wurden sie als Quetschbeutel mit Babynahrung für den To-go-Bereich weiterentwickelt. So werden Fruchtmus, Joghurtspezialitäten und Gemüsebrei aus dem praktischen Beutel unterwegs verfüttert. Mittlerweile machen die Beutellösungen selbst den Dosen ihre angestammten Marktsegmente streitig. Ein weiterer Trend, der sich auf der Messe zeigen wird, ist die Individualisierung von Produkten. Dabei reicht das Angebot vom Müsli, das sich der Konsument in der bevorzugten Variante mischen lassen kann, bis hin zur Kreation persönlicher Teespezialitäten. Diese Individualisierung soll sich natürlich auch auf der Verpackung widerspiegeln, wozu innovative Kennzeichnungslösungen benötigt werden.

Vom Internet lernen

Auch der neu entstandene Auspackkult, der durch unzählige Unboxing-Videos auf Youtube entstanden ist, wird seinen Weg auf die Messestände finden. Die Onlinehändler müssen sich damit auseinandersetzen, dass die Verpackung meist der erste Kontakt mit dem Produkt ist, und in diesem Bereich daher neue Wege gehen. MM

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Über den Autor

M. A. Benedikt Hofmann

M. A. Benedikt Hofmann

Chefredakteur MM MaschinenMarkt