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Ökologie-Studie Der Güterverkehr von morgen

Die von der Heinrich-Böll-Stiftung in Auftrag gegebene und jetzt vorgelegte Studie „Der Güterverkehr von morgen – Lkw zwischen Transporteffizienz und Sicherheit“ nimmt das System Lastkraftwagen in Deutschland kritisch unter die Lupe.

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Die Studie zum Güterverkehr von morgen ist als Band 30 der Reihe „Schriften zur Ökologie“ der Heinrich-Böll-Stiftung erschienen.
Die Studie zum Güterverkehr von morgen ist als Band 30 der Reihe „Schriften zur Ökologie“ der Heinrich-Böll-Stiftung erschienen.
(Bild: Heinrich-Böll-Stiftung)

Die Studie beantwortet die Frage nach den Potenzialen alternativer Antriebe, Karosserien und weiterer technischer Innovationen, um künftige Fahrzeuge so energieeffizient und emissionsarm wie möglich zu gestalten. Unsere Lebensweise erzeugt Verkehr. Die selbstverständliche Verfügbarkeit einer Fülle von Konsumgütern ist ohne Transport nicht zu haben. Die Mehrheit aller Prognosen geht deshalb davon aus, dass der Güterverkehr auf absehbare Zeit weiter steigen wird. Auch wenn die Hauptlast dieses Verkehrs auf Schienen und Wasserwege gehört, bleibt der Lkw das logistische Rückgrat der täglichen Versorgung von Bevölkerung und Industrie.

Transportkette und Fahrzeugsicherheit im Fokus

Die vor diesem Hintergrund durchgeführte Studie stellt einen Maßnahmenkatalog zur technischen Anpassung der Fahrzeuge und zur intelligenten Anpassung der Infrastruktur zur Diskussion. Ein wichtiger Hebel ist eine solche Organisation der Transportketten, die überflüssigen Verkehr reduziert. Nicht weniger als 30 bis 40 % des Energieverbrauchs der Lastkraftwagen lassen sich durch die aerodynamische Anpassung der Form erreichen.

Auch die Sicherheit des Lkw ist verbesserungswürdig: Die technische Ausstattung insbesondere der Hänger ist seit Jahrzehnten nicht verbessert worden. Technische Unterstützungen, zum Beispiel Kameras anstelle von Außenspiegeln, Unterfahrschutz und automatische Abbremssysteme, können viele Unfälle vermeiden.

Die Autoren der Studie, Prof. Günther Prokop und André Stoller vom Institut für Automobiltechnik der Technischen Universität Dresden, stehen für Interviews am Freitag, den 1. Februar 2010, in Berlin zur Verfügung, nachdem sie als Referenten beim Kongress „Auto 3.0“ aufgetreten sind (10.15 bis 12.15 Uhr).

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