Logictics IT

Der Mensch im Mittelpunkt der „Smart Production“

| Redakteur: Bernd Maienschein

Open Shuttle Fork nimmt Paletten direkt vom Boden auf und transportiert sie sicher und flexibel durch das Lager.
Open Shuttle Fork nimmt Paletten direkt vom Boden auf und transportiert sie sicher und flexibel durch das Lager. (Bild: KANIZAJ Marija-M. | 2016)

Beim Leobener Logistiksommer stellt Knapp die Zukunft der Arbeitswelt in den Mittelpunkt – smart, vernetzt und digitalisiert soll sie sein. Mit Innovationen wie „ivii.smartdesk“ und der Open Shuttle Fork wollen die Intralogistikexperten Leistung, Flexibilität und Qualität der smarten Produktion unter einen Hut bringen.

Am 14. und 15. September findet nun schon zum 15. Mal der Leobener Logistiksommer statt. Der Intralogistikanbieter Knapp wird dort ein klares Bekenntnis zur Mensch-Maschine-Interaktion abgeben: Die Österreicher haben das Ziel, manuelle und automatische Prozesse in Einklang zu bringen. So möchte man Prozesse im Lager oder in der Produktion möglichst fehlerfrei abwickeln.

Manuelle Arbeitsplätze aufwerten

Bei einer gemeinsam mit Pankl High Performance Systems entwickelten Lösung kommt neben einem 3D-fähigen automatisierten Lagersystem auch intelligente Bildverarbeitungstechnologie des Knapp-Start-ups ivii zum Einsatz. Im Zentrum der Getriebeproduktion für Motorräder stehen bei Pankl Montagearbeitsplätze, die im Ware-zur-Person-Verfahren just in time mit Komponenten versorgt werden. Die maßgeschneiderte Lösung „ivii.smartdesk“ unterstützt den Mitarbeiter mithilfe des Bilderkennungssystems im laufenden Arbeitsprozess und richtet den Fokus auf den Menschen. Dem Gamification-Trend entsprechend, erfolgt die Interaktion mit dem System dabei spielerisch. Das Akronym „ivii“ steht für „intelligent visual image identification“, deren Ziel es ist, optische Daten zu erfassen und sie mittels Bildverarbeitung für den Anwender und Kunden nutzbar zu machen.

Bei Pankl ist der „ivii.smartdesk“ mit AR-basierter Bildverarbeitungstechnologie bereits im Einsatz.
Bei Pankl ist der „ivii.smartdesk“ mit AR-basierter Bildverarbeitungstechnologie bereits im Einsatz. (Bild: KANIZAJ Marija-M. | 2016)

Als Teil der Technologie „ivii“ ist „ivii.smartdesk“ ein Beispiel für einen aufgewerteten manuellen Arbeitsplatz. So wird etwa die Assemblierung des Getriebezusammenbaus überprüft, jeder Arbeitsschritt wird validiert. Der nächste Arbeitsgang kann erst folgen, wenn der vorangegangene vom Bildverarbeitungssystem als „in Ordnung“ eingestuft wurde. In der dahinterliegenden Software „ivii.core“ laufen sämtliche Bilddaten aller angeschlossenen Kamerasysteme zusammen. Für den Fall, dass die Software nicht entscheidungsfähig ist, kann ein Experte mittels „ivii.assist“ dazugeschaltet werden, um eine Validierung herzustellen.

Und wo bleibt der Mitarbeiter?

Der Mensch im Mittelpunkt ist der vorliegende Beitrag überschrieben. Knapp steht zu diesem Leitsatz. Mit der Lösung „ivii“ kann sich ein Mitarbeiter an seine ideale Arbeitsgeschwindigkeit herantasten, um das ideale Verhältnis zwischen Qualität und Leistung zu erreichen. Sowohl die Validierung eines Arbeitsschrittes als auch Benchmarks unterstützen diesen Prozess. Die Fehlerkosten werden drastisch reduziert, da Fehler grundsätzlich vermieden oder wenigstens frühestmöglich im Prozess erkannt werden.

Fahrerlos, ganz ohne menschliches Zutun, arbeitet Open Shuttle Fork auf dem Leobener Logistiksommer mit „ivii.smartdesk“ zusammen. Knapp bezeichnet den Transporthelfer, der die Versorgung des Arbeitsplatzes übernimmt und die Paletten dabei direkt vom Boden aufnimmt, als „die nächste Generation fahrerloser Transportfahrzeuge“. Das neueste Produkt der Open-Shuttle-Familie nimmt Paletten, Rollbehälter und Regalaufbauten mit einem Gewicht von bis zu einer Tonne auf. Weil das direkt vom Boden geschieht, ist keine Fördertechnik zur Zuführung des Ladungsträgers mehr notwendig.

Ohne Hilfsmittel personensicher zum Ziel

Die Open Shuttle Fork übernimmt selbstständig die Aufgaben von Gabelstaplern und „Ameisen“ und navigiert ohne Hilfsmittel und personensicher zu ihrem Ziel. Knapp sieht eigenen Angaben zufolge hinter der Open Shuttle Fork „Potenzial zur Optimierung der Intralogistik im Wareneingangs- und -ausgangsbereich sowie bei der Arbeitsplatz- und Produktionsversorgung“. Nach der Anlieferung der Ware können die Paletten beispielsweise völlig autonom zur Depalettierstation befördert werden. Auch der Transport fertig komissionierter Paletten in den Versand und zum Warenausgang kann so vollständig automatisiert werden, wie es heißt.

Weitere Informationen: https://www.knapp.com/

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