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Kommentar Der nette Herr Hollande und die Logistikwirtschaft

| Redakteur: Robert Weber

Frankreich hat gewählt und mit François Hollande einen neuen Präsidenten bekommen. Auf ihn warten schwierige Aufgaben. Auch in der Logistikwirtschaft sieht es in Frankreich wahrlich nicht rosig aus. Eine Einschätzung von Redakteur Robert Weber.

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(Bild: Cigdem Büyüktokatli, pixelio.de)

Ich besuche diesen Sommer Herrn Hollande in Frankreich. Herr Hollande war vielen Ottonormalbürgern bis vor wenigen Wochen noch ein Unbekannter. Jetzt sorgt er für mächtig viel Aufregung in Europa und an den Börsen. Alle wollen Herrn Hollande kennenlernen. Einige fürchten sich sogar vor dem netten Herrn Hollande – vor allem Fondsmanager. Das macht ihn mir ehrlich gesagt noch sympathischer.

Intralogistiker finden auch in Frankreich Aufträge

Doch im Ernst: Viel Zeit wird Herr Hollande im Sommer sicherlich nicht zum Planschen mit mir an der Cote d´Azur haben, denn Frankreich und Deutschland müssen Europa führen. Dabei setzt der neue starke Mann in Paris auch auf Investitionen und Konjunkturprogramme. Damit liegt er aus meiner Sicht nicht völlig falsch, denn was wir in Deutschland in Zeiten des Aufschwungs vergessen: Die Kunden des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus und damit auch der Intralogistiker sitzen zum großen Teil auch direkt in unseren EU-Nachbarstaaten.

Nicht nur in den BRIC-Nationen setzen die Intralogistiker ihre Produkte ab, denn auf dem gemeinsamen Binnenmarkt lässt sich gut und vergleichsweise einfach wirtschaften. Deshalb brauchen wir in Spanien, Italien, Frankreich und Co. Nachfrage nach Lagertechnik und Logistikkompetenz made in Germany.

Kein Hafen von Weltrang in Sicht

Aber Achtung: Die Investitionen müssen gezielt die Märkte reanimieren. Merkels kühler Kopf ist da gefragt, denn dass die Probleme in Frankreich auch hausgemacht sind, kann der Besucher jedes Jahr auf der SITL in Paris bestaunen.

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