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E-Commerce-Logistik Der Volvo als Packstation

Redakteur: Robert Weber

Am Onlineshopping-Boom kommen auch die Autobauer nicht mehr vorbei. Der schwedische OEM Volvo präsentiert jetzt eine Lösung, mit der Versender die bestellten Waren direkt im Auto des Kunden abladen können – vom Logistikzentrum ins Parkhaus. Die Entwickler versprechen sich dadurch mehr Effizienz in den Prozessen und Zeitersparnis für die Kunde.

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(Bild: Volvo)

Onlineshopper kennen das Problem: Bestellungen im Netz gehen oft mit mehreren Zustellversuchen durch den KEP-Dienst einher. Die Erfahrung machten auch wohl die Ingenieure von Volvo. Sie entwickelten ein Programm für die Paketzustellung im Kofferraum. Das neue System beruht auf dem Volvo on Call-Produkt, das als Sonderausstattung in den Pkw zu ordern ist. Die Schweden wollen das vernetzte Auto nutzen, um Bestellungen direkt im Kofferraum abzuladen. Das Internet der Dinge lässt grüßen.

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Der Einkäufer soll von dem KEP-Dienst eine SMS bekommen, in der die Zustellung mitgeteilt wird und durch die Bestätigung der Nachricht erhält der Logistiker einen digitalen Key. Mit diesem Schlüssel kann er dann das Auto seines Einkäufers nutzen und die Waren übergeben. Auch umgekehrt können sich Experten so ein Modell vorstellen. Durch das Projekt könnten die KEP-Dienst Zeit und damit auch Geld sparen, erklärt Johan Maresch, Manager bei Volvo. Gleichzeitig liefere die Lösung einen Beitrag für eine nachhaltige Citylogistik, denn unnötige Zustellfahrten würden vermieden. Das entlastet die Innenstädte. In einem Pilotprojekt versicherten 86 % der Nutzer eine Zeitersparnis durch den neuen Logistikprozess.

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