Digitalisierung

Design-Ausstellung im Zeitalter von Big Data

| Redakteur: Bernd Maienschein

Der „Pudding BeanQ“ von Intelligent Steward Co., Ltd.
Der „Pudding BeanQ“ von Intelligent Steward Co., Ltd. (Bild: Red Dot)

Wer die Zeit aufbringen kann und das nötige Kleingeld in die Hand nimmt, für den kann Hong Kong im nächsten Halbjahr eine lohnenswerte Adresse sein. Das Hong Kong Design Institute und das Hong Kong Institute of Vocational Education (Lee Wai Lee) zeigen in Zusammenarbeit mit dem Red Dot Design Museum Essen eine Ausstellung zum Thema „Homo Ex Data“.

In der digitalisierten Welt entstehen durch die Zusammenführung von menschlichen Faktoren und digitaler Technik nicht nur neue Produkte, sondern zugleich ein neuer Menschentypus – der „Homo Ex Data“. Doch welche Rolle spielt Design in einer Welt, in der die Lebensumstände durch die Generierung und den Transfer von Daten bestimmt sind?

Gestalter antworten auf Digitalisierung

Dieser Frage widmet sich die Ausstellung „Homo Ex Data – The Natural of the Artificial“, die das Hong Kong Design Institute und das Hong Kong Institute of Vocational Education (Lee Wai Lee) in Zusammenarbeit mit dem Red Dot Design Museum Essen zeigen. Vom 25. November 2017 bis 27. Mai 2018 erleben Besucher in der HKDI Gallery in Hong Kong Red-Dot-prämierte Exponate, welche die Auswirkungen und Herausforderungen der Digitalisierung illustrieren und beispielhaft aufzeigen, mit welchen Antworten Gestalter diesen begegnen.

Die Evolution des Homo Ex Data

Während der Homo sapiens Dinge und Werkzeuge zunächst zufällig und später auch mit gewissem Bedacht hergestellt hat, entwirft und produziert der Homo Faber Werkzeuge und Maschinen, um mit diesen wiederum neue Produkte zu erschaffen, die zur Lebensqualität beitragen. Die gemeinsame biologische Tradition stellt dabei die erste Natur des Menschen dar; die Technik ist zu einer zweiten Natur geworden, mit welcher Homo Faber sein Leben selbst gestaltet.

Daten bestimmen Lebensumstände

Damit der Mensch seine selbst gestaltete Umwelt beherrschen kann, müssen Designer Produkte und Prozesse radikal vereinfachen – eine Optimierung, die heute mit Hilfe von Maschinen erfolgt, die auf die Verhaltens- und Nutzungsdaten von Menschen zurückgreifen. Durch die Zusammenführung von menschlichen Faktoren und digitaler Technik entstehen aber nicht nur neue Produkte, sondern es entwickelt sich zugleich ein neuer Menschentypus: der „Homo Ex Data“, dessen Lebensumstände durch die Generierung und den Transfer von Daten bestimmt werden.

Die Ausstellung in Hong Kong macht deutlich, dass die Grenze zwischen analoger und digitaler Welt, zwischen Mensch und Maschine, zunehmend verwischt. Beispielhaft illustriert sie, wie Technik zum integralen Bestandteil unseres Lebens geworden ist, wie sie unsere industrielle Welt (neu) definiert und wie unsichtbare Daten eine Form annehmen. Anhand von mehr als 150 Exponaten erklärt die Präsentation die Komplexität des Zusammenspiels von Mensch und Technik und zeigt auf, wie sie sich in verschiedenen Bereichen gegenseitig beeinflussen.

Weitere Informationen über das Hong Kong Design Institute:

HKDI

Kommentare werden geladen....

Wertvolle Kommentare smarter Leser

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44988738 / Management)