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Containerverkehr Deutsche Reeder unter Druck

Redakteur: Robert Weber

Die Weltwirtschaft wächst, die Krise ist vorbei und die deutschen Reeder stöhnen. Die internationale Konkurrenz macht ihnen zu schaffen. Die Preise für den Transport von Standardcontainern fallen seit Jahresbeginn.

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Hapag-Lloyd hat in Korea zehn neue Schiffe bestellt, die in den nächsten Jahren ausgeliefert werden. Bild: Hapag-Lloyd
Hapag-Lloyd hat in Korea zehn neue Schiffe bestellt, die in den nächsten Jahren ausgeliefert werden. Bild: Hapag-Lloyd
( Archiv: Vogel Business Media )

„Seit im vergangenen Herbst der Preiskampf erneut eingesetzt hat, sinken die Frachtraten und decken zum Teil nicht mehr die Kosten“, sagt Burkhard Lemper, Direktor am Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik dem „Hamburger Abendblatt“. Vor allem internationale Großreedereien drücken die Preise, denn immer mehr Hochseefrachter mit mehr als 10.000 Stellplätzen für Standardcontainern laufen vom Stapel.

Der Transport eines Standardcontainers (TEU) von Shanghai nach Nordeuropa kostet derzeit 845 US-Dollar statt 1381 Dollar zu Jahresbeginn. Als auskömmlich gelten in der Branche rund 1000 Dollar pro TEU, schreibt die Tageszeitung.

Hapag-Llyod ordert Riesenschiffe

Der Experte warnt deshalb in dem Blatt: „Es besteht die Gefahr eines ruinösen Wettbewerbs.“ Nach Informationen des Abendblatts wird Hapag-Lloyd von Ende Juni 2012 bis Ende 2013 zehn Neubauten mit jeweils 13.200 TEU von der koreanischen Hyundai-Werft übernehmen. Auch die deutsche Reederei setzt im Wettbewerb auf die ganz großen Containerschiffe.

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