Iran-Geschäft Deutsche Unternehmen haben wachsende Probleme im Handel mit dem Iran

Redakteur: Jürgen Schreier

Berlin (js) – Wie der Deutsche Industrie- und Handelskammeretag (DIHK) mitteilt, haben die Folgen der schwelenden Krise zwischen der internationalen Gemeinschaft und Iran mittlerweile

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Berlin (js) – Wie der Deutsche Industrie- und Handelskammeretag (DIHK) mitteilt, haben die Folgen der schwelenden Krise zwischen der internationalen Gemeinschaft und Iran mittlerweile auch viele deutsche Unternehmen erreicht. Etwa fünfzig deutsche Unternehmen sind mit eigenen Niederlassungen im Iran vertreten, über 10000 Firmen sind zum Großteil mit eigenen Vertretern geschäftlich aktiv.

Eine bundesweite Umfrage des DIHK und der IHK Ostwestfalen bei über 120 im Iran engagierten Unternehmen ergibt, dass bei einem Drittel der befragten Firmen das Iran-Geschäft rückläufig ist. Ebenfalls ein Drittel erwartet für die nahe Zukunft eine weitere Verschlechterung. Als Gründe werden vor allem Exportbeschränkungen, das internationale Umfeld sowie Kompetenz-Wirrwarr und schleppende Auftragsvergabe im Iran genannt.

Unternehmen verspüren informellen Druck bei Iran-Geschäften

Die deutschen Exportbeschränkungen wirken sich für ein Drittel der befragten Unternehmen negativ aus, die Hälfte rechnen mit einer weiteren Verschärfung der Richtlinien. 40% spüren eine Verschlechterung bei Zahlungsabwicklung und Zahlungssicherung im Iran-Geschäft; vor allem die Vergabe von Akkreditiven wird schwieriger und teurer. Fast jedes zehnte befragte Unternehmen fühlt sich bereits informellem Druck ausgesetzt, das Iran-Geschäft zu reduzieren, weitere 16% geben an, solchen Druck in Ansätzen zu spüren.

Hermes-Bewilligungen rückläufig

Die Bewilligung von Hermes-Deckungen für den Iran ist von 1,4 Mrd. Euro im Jahr 2005 auf 900 Mio. Euro im letzten Jahr zurückgegangen. Im Jahr 2004 waren noch Exportkreditgarantien in Höhe von 2,3 Mrd. Euro vergeben worden. Der Rückgang ist auf schärfere Prüfungen, eine rückläufige Zahl von Anträgen sowie gestiegene Prämien zurückzuführen.

Iran ist nach den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien der drittgrößte Markt für deutsche Exportprodukte im Mittleren Osten. Die deutschen Ausfuhren in den Iran sind im letzten Jahr um fast 6% auf 4,12 Mrd. Euro geschrumpft.

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