Produktionsstandorte Deutschland steht bei Fertigern wieder hoch im Kurs

Redakteur: Ken Fouhy

Deutsche Unternehmer bekennen sich zunehmend wieder zum heimischen Standort. Trotz der jahrelangen Nörgelei durch Medien und Verbände sowie einer Politik, die kaum Bereitschaft zeigt,

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Mehr als drei Viertel der befragten Maschinenbauer wollen in Deutschland investieren
Mehr als drei Viertel der befragten Maschinenbauer wollen in Deutschland investieren
( Archiv: Vogel Business Media )

Deutsche Unternehmer bekennen sich zunehmend wieder zum heimischen Standort. Trotz der jahrelangen Nörgelei durch Medien und Verbände sowie einer Politik, die kaum Bereitschaft zeigt, die wirklichen Probleme des Landes anzufassen, sind die Vorteile Deutschlands als Produktions- und Entwicklungsstandort so eindeutig, dass die Wachstumsländer in Osteuropa und Asien für die meisten mittelständischen Hersteller primär als Abnehmerländer für Exporte und höchstens als günstige Zulieferer für Teile gelten.

72% der deutschen Maschinenbauer bewerten nach einer Studie der Impuls-Stiftung des VDMA die Zukunftsperspektive der Branche als positiv. Etwa drei Viertel der befragten Unternehmer wollen am heimischen Standort investieren. Die Hauptkritikpunkte der Unternehmer am Standort Deutschland sind nach der Studie „Motivatoren und Demotivatoren im deutschen Maschinen- und Anlagenbau“, die vom Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre der Universität Würzburg durchgeführt wurde, eine „ausufernde staatliche Regulierung sowie die deutsche Steuergesetzgebung“.

Die neuesten VDMA-Auftragseingangszahlen belegen zudem, wie auch Maschinenbau-Unternehmer das lang anhaltende Konjunkturhoch nutzen, um ihre Produktion wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Inlandsorders sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16% gestiegen. „Die Betriebe schätzen die Innovationskraft des Maschinen- und Anlagenbaus, das innovative Klima der Branche, das enge Netzwerk mit Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen und die qualifizierten und motivierten Mitarbeiter“, resümiert VDMA-Präsident Dr. Dieter Brucklacher die Ergebnisse der Studie.

Wie deutsche Firmen ihre Mitarbeiter durch Beteiligung am Unternehmenserfolg motivieren können, lesen Sie in einem Feature ab Seite 24. Dass solche Mitarbeiterbeteiligungsmodelle auch in mittelständischen Personengesellschaften durchaus realisierbar sind, belegen die Beispiele in dem Beitrag. Dabei sind die emotionalen Bindungen, die aus einer Beteiligung am Unternehmenserfolg resultieren, für die Mitarbeitermotivation meist wichtiger als die häufig diskutierten finanziellen Anreize, die solche Systeme bieten.

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