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VDMA Deutschlands Maschinenbau will 2014 wieder wachsen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Das Jahr 2013 wird in die Annalen des deutschen Maschinenbaus sicher als eines der weniger erfreulichen eingehen. Schließlich dürfte es der Branche ein leichtes (reales) Produktionsminus von 1 % bescheren. 2014 will man aber wieder ordentlich Gas geben und erwartet ein Wachstum von 3 %.

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V.l.: Marlies Schäfer (VDMA-Pressesprecherin), Dr. Hannes Hesse (VDMA-Hauptgeschäftsführer), Dr. Roland Festge (VDMA-Präsident) und Dr. Ralph Wiechers (VDMA-Chefvolkswirt).
V.l.: Marlies Schäfer (VDMA-Pressesprecherin), Dr. Hannes Hesse (VDMA-Hauptgeschäftsführer), Dr. Roland Festge (VDMA-Präsident) und Dr. Ralph Wiechers (VDMA-Chefvolkswirt).
(Bild: Jablonski)

Die Hoffnung auf ein (kleines) Wachstum musste die deutsche Maschinenbauindustrie schon im Sommer 2013 zu Grabe tragen. Die seinerzeit auf minus 1 % revidierte Produktionsprognose kann der Maschinen- und Anlagenbauverband VDMA jedoch bestätigen.

„In der nominalen Betrachtung läuft die Bilanz des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus für 2013 auf eine Stagnation hinaus. Die Produktion dürfte mit einem Volumen von 195 Mrd. Euro ziemlich genau auf Vorjahresniveau liegen. Gleiches gilt für den Umsatz mit einem Wert von ungefähr 207 Mrd. Euro“, erklärte VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbandes am 17. Dezember 2013 in Frankfurt am Main.

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Eurozone ist aus dem Gröbsten raus

Für das kommende Jahr 2014 rechnen die deutschen Maschinenbauer mit einem Produktionsplus von 3 % und einer wertmäßigen Rekordproduktion von 203 Mrd. Euro. „Der Schlüssel für das Wachstum des deutschen Maschinen-und Anlagenbaus liegt in den etablierten Märkten, und hier vor allem in Europa“, erklärte Festge.

Die Eurozone habe die Rezession überwunden, so der VDMA-Präsident, die Frühindikatoren stimmten optimistisch. Das gelte auch für Deutschland. „Es ist unstrittig, dass in Deutschland wieder mehr investiert werden muss. Und zwar nicht nur in Straßen und Brücken, sondern eben auch in Maschinen und Anlagen, in Forschung und Entwicklung, in Bildung und Ausbildung. Denn nur so bleibt Deutschland auch künftig ein wichtiger, unverzichtbarer und damit erfolgreicher Bestandteil nationaler und globaler Wertschöpfungsketten“, sagte Festge.

„Klassische“ Industrieländer feiern 2014 eine Renaissance

Die „klassischen“ Industrieländer sollen 2014 wieder eine wichtigere Rolle im Erholungsprozess spielen. So würden die Entwicklungs- und Schwellenländer zwar weiter vergleichsweise höhere Zuwachsraten beim BIP aufweisen, doch beschränkten massive strukturelle Probleme deren wirtschaftliche Expansion. ist man beim Frankfurter Maschinenbauverband überzeugt.

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