Innovationswettbewerb

DHL auf der Suche nach kreativen Köpfen

| Redakteur: Bernd Maienschein

Gesucht ist der Prototyp eines mobilen Kommissionierroboters.
Gesucht ist der Prototyp eines mobilen Kommissionierroboters. (Bild: DPDHL)

DHL ruft seinen zweiten Innovationswettbewerb aus. Studenten, Start-ups und Erfinder aus der ganzen Welt sind ab sofort eingeladen, sich zwei Herausforderungen aus der Logistik zu stellen: der Entwicklung des Prototyps eines mobilen Kommissionierroboters oder der Entwicklung eines auf den Prinzipien der Sharing Economy basierenden logistischen Geschäftsmodells. Zeit ist bis zum September 2017, es winken Preisgelder von insgesamt 20.000 Euro.

Die Bewerber können hier ihre Vorschläge einreichen. Dabei wird erwartet, dass die Ideen in einem Konzeptpapier und Video näher erläutert werden. Sämtliche Einreichungen werden von hochrangigen DHL-Managern auf ihre Funktionalität, Ästherik, Wirtschaftlichkeit und auf ihr Potenzial zur tatsächlichen Lösung der Problemstellung hin geprüft.

Nach dieser Vorauswahl werden aus jedem der beiden Rubriken drei Finalisten bekannt gegeben, die ihre Ideen im Rahmen des DHL Innovation Day in Deutschland, der am 16. November 2017 in Troisdorf bei Bonn stattfindet, vor 180 erfahrenen Supply-Chain- und Trendexperten präsentieren.

Mobiler Kommissionierrobot gesucht

Im diesjährigen Robotikwettbewerb sind Start-up-Unternehmen und junge Ingenieure aufgerufen, sich an einem mobilen Kommissionierroboter zu versuchen, der durch die typischen Hochregallager navigieren und selbstständig Waren aus dem Regal in einen Wagen legen kann. Außerdem soll sich der Roboter in Schrittgeschwindigkeit bewegen und voll beladene Wagen in eine Packzone fahren können. Die entsprechenden Prototypen werden am DHL Innovation Day live getestet.

„Wir gehen davon aus, dass Robotiklösungen in weniger als fünf Jahren zur Norm geworden sein werden. Das wird den Kommissionierprozess deutlich vereinfachen, da die Lagermitarbeiter keine schweren Gegenstände mehr tragen oder Wagen durch die Gänge schieben müssen. Wir bei DHL unterstützen alles, was unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die tägliche Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes erleichtert“, sagt Matthias Heutger, Senior Vice President Strategy, Marketing & Innovation, DHL Customer Solutions & Innovation.

Zugang und Eigentum neu denken

Im Sharing-Economy-Wettbewerb, dem zweiten Teil des Innovationswettbewerbs, dreht sich alles um den Zukunftstrend der Sharing-Economy-Logistik. Gesucht werden pfiffige Ideen und praktische Lösungen, aus denen sich ein Geschäftsmodell auf Sharing-Economy-Basis erarbeiten lässt und die die gängigen Konzepte von Eigentum und Zugänglichkeit infrage stellen. Die Produkte oder Leistungen sollen dabei mit neuen und innovativen logistikbasierten Geschäftsmodellen für alle Stakeholder, also sowohl für die Geschäftswelt als auch für die Gesellschaft, Wertschöpfung generieren.

Logistiklösungen der Zukunft werden nicht ohne Sharing-Economy-Lösungen auskommen.
Logistiklösungen der Zukunft werden nicht ohne Sharing-Economy-Lösungen auskommen. (Bild: DPDHL)

„Bisher kennt man Sharing-Economy-Modelle, also das organisierte Teilen, vor allem aus den Bereichen der Hotellerie und Mobilität. Doch mit dem Fortschritt der digitalen Technologie und damit einhergehenden geringeren Transaktionskosten und höherer Transparenz sind der Anwendbarkeit dieser Modelle in unseren Augen keine Grenzen gesetzt. Wir wollen eine gemeinschaftliche Wertschöpfung auf die Beine stellen und Logistik-Assets für Kunden und Unternehmen gleichermaßen nachhaltig, fair und Gewinn versprechend gestalten“, sagt Markus Kückelhaus, Vice President Innovation & Trend Research, DHL Customer Solutions & Innovation.

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