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Wissenstransfer Dialogistik Duisburg geht an den Start

Ende August 2012 ist im Duisburger Hafen, dem größten Binnenhafen der Welt, die Beratungs- und Coachingstelle Dialogistik Duisburg eröffnet worden – eine neue Anlaufstelle für Wissenstransfer, Qualifizierung und Logistikeffizienz im Duisburger Hafen.

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Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisport-Gruppe, NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und Prof. Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Uni Duisburg-Essen (v.l.) bei der Eröffnung der Dialogistik Duisburg.
Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisport-Gruppe, NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und Prof. Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Uni Duisburg-Essen (v.l.) bei der Eröffnung der Dialogistik Duisburg.
(Bild: Dialogistik Duisburg)

In Anwesenheit von NRW-Verkehrsminister Michael Groschek wurde die neue Beratungs- und Coachingstelle im Duisburger „Schiffchen“ gemeinsam mit mehr als 100 geladenen Gästen feierlich eröffnet. Die Dialogistik Duisburg will eine Lücke in der Aus- und Weiterbildung schließen und bietet insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen Zugang zu Expertenwissen in der Logistik. Künftig will die Neugründung Unternehmen am Standort mit gezielten Informationsveranstaltungen und Beratungsleistungen bei Themen rund um Personal und Qualifizierung, der effizienten Gestaltung von Logistikprozessen oder Fragen zu Corporate Social Responsibility unterstützen. Bei der Identifizierung der Bedarfe für die Unternehmen und der Entwicklung der Inhalte setzt die Dialogistik auf die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, denn hinter der Dialogistik Duisburg stehen unter Federführung der Universität Duisburg-Essen (UDE) drei interdisziplinäre Forschungsprojekte des EffizienzCluster Logistik-Ruhr, dem größten Forschungs- und Entwicklungscluster der Logistik.

Drei interdisziplinäre Forschungsprojekte

Zum einen ist das das Forschungsprojekt Wiwelo (Wissenschaftliche Weiterbildung in der Logistikbranche), in dem innovative Qualifizierungskonzepte entwickelt werden, die den Kompetenzbedarf entlang der gesamten Wertschöpfungskette bei den Industrie- und Handelsunternehmen, den Logistikdienstleistern und Transportunternehmen abdecken.

Das zweite Forschungsprojekt Orgolo (Organisatorische Innovationen mit Good Governance in Logistiknetzwer-ken) legt einen Fokus auf die Entwicklung verantwortungsbewusster Lieferketten. Das dritte beteiligte Forschungsprojekt Corelo (Integriertes CSR-Management in Logistiknetzwerken) schließlich setzt sich mit speziellen Fragen der ökonomischen, sozialen und ökologischen Verantwortung von kleinen und mittelständischen Logistikdienstleistern und Logistiknetzwerken auseinandersetzt.

Angebote speziell auf Hafenunternehmen zugeschnitten

„Dass die Dialogistik genau hier – am Standort Duisburg – entsteht, ist kein Zufall. Die Universität Duisburg-Essen verfügt über eine hohe disziplinübergreifende Expertise auf dem Gebiet der Logistik, die in dem neuen Projekt im Duisburger Hafen praxisnah erschlossen wird. Wir initiieren damit neue Dialoge und stärken so die Zukunft der Logistik in der Wirtschaft, sowohl auf kommunaler wie auf Landesebene.“, ist Prof. Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen, überzeugt.

Sämtliche Angebote der Dialogistik Duisburg werden speziell auf die Bedürfnisse der 300 logistikorientierten Hafenunternehmen zugeschnitten. Von der Dialogistik angebotene Arbeitskreise mit dem Schwerpunkt Personalmanagement, Workshops zum Thema Nachhaltigkeit oder anlassbezogene Beratungen in Expertenrunden finden künftig im Duisburger Hafen statt. Geplant ist auch ein „Logistikmonitor Duisburg“, der den Arbeits- und Ausbildungsmarkt evaluiert und die Wirtschaftsstruktur analysiert oder ein Lieferkettenkonfigurator für eine effiziente Planung der Supply Chain.

Duisport-Gruppe steht fest hinter Dialogistik

„Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden und der Erfolg des Duisburger Hafens sind zwei Seiten derselben Medaille“, so Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisport-Gruppe und stellvertretender Vorsitzender im Strategieboard des Effizienzcluster Logistik-Ruhr.

„Deshalb unterstützen wir nicht nur den Aufbau der Dialogistik, sondern sind auch Initiator und Treiber dieser Entwicklung. Wir laden alle ein, sich aktiv an der Dialogistik zu beteiligen und die Angebote zu nutzen.“

Multimodale Standorte brauchen gut ausgebildete Fachkräfte

Bereits in der kommenden Woche startet mit dem/der „Mulitmodale/n Logistiker/-in“ ein neues Weiterbildungsformat. Vor dem Hintergrund sich verknappender Ressourcen, immer komplexeren Supply Chains und den Herausforderungen nachhaltiger Logistik werde multimodaler Waren- und Gütertransport zunehmend zum erfolgskritischen Faktor, wie es von politischer Seite her heißt.

„Als Industrieland Nummer Eins haben wir in Nordrhein-Westfalen beste Infrastrukturvoraussetzungen für die Stärkung des multimodalen Verkehrs“, wirbt NRW-Verkehrsminister Michael Groschek anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten für Logistik auf Straße, Schiene und Wasser. „Deshalb brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte, eben multimodale Logistiker, nicht nur für den Standort Duisburg, sondern auch für NRW. In diesem Sinne wünsche ich der Dialogistik Duisburg und dem Duisburger Hafen mit all ihren Aktivitäten viel Erfolg.“

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