Kriminalität im Unternehmen

Die Gauner sind unter uns

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Allein Jahresberichte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zeigen, warum kriminelle Mitarbeiter viel Erfolg haben und hohen Schaden anrichten können. Diebstahl steht daher ganz oben in der Statistik.

Viele Unternehmen scheuen die Prävention vor Straftaten aus Kostengründen

Auch wenn Unternehmen gerne behaupten, ihre Belegschaft sei vertrauenswürdig, ist die Realität nicht zu leugnen: Milliardenschäden, oft durch Mitarbeiter verursacht, sprechen eine deutliche Sprache. Doch wenn ein größerer Schaden erkannt wird, ist es bereits viel zu spät. Oft hatte der Täter über Monate Zeit, seinem Geschäft nachzugehen. Eine Prävention soll vorbeugen, daher sollte die Frage gestellt werden, wer der Gegner ist und wie dieser vorgehen kann.

In der Regel werden im Unternehmen bereits vorhandene Schwachstellen erkannt, die Idee zur Straftat wird durch Gelegenheit geboren und dann wird das ausgenutzt. Für einen erfolgreichen Diebstahl will der kriminelle Mitarbeiter vorab wissen, wie hoch sein Risiko ist. Dafür holt er überall Informationen ein, die er benötigt. Ob SAP, Intranet, das Befragen von Kollegen oder einfaches Beobachten: Unbemerkt kann der Täter sein Risiko kalkulieren und sich die beste Vorgehensweise ausdenken.

Teuere Sicherheitstechnik ist oft gar nicht notwendig

Mithilfe von Seminaren lassen sich die Denk-, Verhaltens- und Vorgehensweisen krimineller Mitarbeiter kennenlernen sowie typische Fehler und Schwachstellen von Unternehmen identifizieren. Leider scheuen viele Unternehmen Prävention schon aus Kostengründen. Auch befürchten sie, die Mitarbeiter könnten weniger Motivation am Arbeitsplatz zeigen, was sich letztlich negativ auf den Umsatz auswirkt.

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