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Die Intralogistik hat noch deutlich Luft nach oben

| Autor / Redakteur: Jochem Blasius / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Die Intralogistik ist voll davon: Erklärungsbedürftige Produkte und Lösungen prägen das Bild der Branche. Je komplexer die Lösungen, desto wichtiger werden die Kommunikation und das Content Marketing von Unternehmen. Additiv PR hat in einer neuen Studie das Content Marketing von 119 deutschen Intralogistikern untersucht.

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„Content is king“ lautet das Mantra des Content Marketing. Zwei Drittel der befragten Unternehmen sind als „Content Heroes“ in vier von fünf Bereichen unterwegs.
„Content is king“ lautet das Mantra des Content Marketing. Zwei Drittel der befragten Unternehmen sind als „Content Heroes“ in vier von fünf Bereichen unterwegs.
(Bild: additiv pr)

Das Ergebnis ist auf den ersten Blick positiv: Zwei Drittel (66 %) der Unternehmen sind in vier von fünf vorher definierten Content-Bereichen aktiv. Sie sind Content Heroes. Knapp 91 % setzen auf Bilder und Videos, um ihre Produkte zu veranschaulichen. Anders als bei der eigenen Produktentwicklung fehlt den Intralogistikern beim Content Marketing jedoch häufig eine klare Strategie. Bei genauerem Hinsehen wird deutlich: Die vielen verschiedenen Kanäle werden oft nur unregelmäßig mit neuen Inhalten bestückt.

Ziel der Studie war, festzustellen, ob und in welchem Umfang deutsche Intralogistiker Content Marketing umsetzen. Additiv PR hat die Webseiten und Social-Media-Kanäle von 119 Unternehmen untersucht. Die Intralogistiker bieten Flurförderzeuge, Software für Lagersysteme, Kommissioniersysteme, Förder- und Lagertechnik sowie Lager- und Betriebseinrichtungen an. Im Mittelpunkt der Analyse stand dabei die folgende Frage: Wie sind die Intralogistiker in den fünf Content-Bereichen Pressearbeit, Corporate Publishing, Direktmarketing, Social Media und visuelle Audits aufgestellt? Neben der Präsenz in den einzelnen Kanälen wurde auch untersucht, wie häufig und regelmäßig die Unternehmen diese nutzen. Bespielt eine Firma vier von fünf Content-Bereichen, handelt es sich nach Aussage der Studieninitiatoren um einen Content Hero. Die vorliegende Analyse ist Teil einer Studienreihe. Additiv PR zeigt Unterschiede zur Vergleichsstudie mit deutschen Maschinenbauern und erklärt, in welchen Bereichen die Intralogistiker noch Verbesserungsbedarf haben.

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Auf den ersten Blick erfreulich

Auf den ersten Blick ist das Ergebnis der Studie erfreulich: Zwei Drittel der untersuchten Unternehmen sind Content-Heroes und in vier von fünf Bereichen aktiv. Mehr als ein Drittel der Unternehmen (35 %) nutzt sogar alle fünf Content-Bereiche. Bei den Intralogistikern sind visuelle Audits wie Produktbilder oder Videos am weitesten verbreitet. 91 % setzen ihre Produkte damit in Szene. Visuelle Audits liegen voll im Trend – vorausgesetzt, sie sind gut gemacht. Komplexe Prozesse werden mit Videos und Infografiken erfahrbar. Auf Rang zwei der Content-Bereiche liegt mit 87 % das Corporate Publishing. Klassische Broschüren und News werden auf der Homepage platziert. Allerdings veröffentlichen nur 44 % der Unternehmen regelmäßig News, das heißt mindestens viermal jährlich – deutlich weniger als im Maschinenbau (60 %).

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