Einkauf Die perfekte Kosten-Nutzen-Relation erzielen

Autor / Redakteur: Dr. Bernhard Höverler und Dirk Nold / Sariana Kunze

Preis-wertes einkaufen von Produkten und Dienstleistungen wird bei Unternehmen groß geschrieben, doch ist dies nicht immer so einfach. Um die beste Kosten-Nutzen-Relation beim Einkaufen erzielen zu können, ist die richtige strategische Vorgehensweise notwendig.

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„Vom sparen alleine wurde noch niemand reich.“ Diese Aussage gilt nicht nur für Privatpersonen. Sie gilt in abgewandelter Form auch für Unternehmen. Denn wenn ein Unternehmen aufgrund eines zu rigiden Sparkurses seinen Leistungen nicht mehr in der gewünschten Qualität erbringen kann, dann verliert es Kunden.

Unternehmen müssen intelligent statt billig einkaufen

Deshalb kann die oberste Maxime beim Einkaufen der meisten Unternehmen nicht lauten: „möglichst billig einkaufen“. Sie müssen vielmehr intelligent beziehungsweise preiswert einkaufen – also die zur Verfügung stehenden (Finanz-)Mittel so nutzen, dass die beste Kosten-Nutzen-Relation entsteht.

Doch was ist die beste Kosten-Nutzen-Relation? Diese Frage zu beantworten, ist im betrieblichen Alltag oft nicht leicht. Denn hierbei spielt unter anderem eine Rolle, welche Bedeutung das einzukaufende Produkt oder die einkaufende Leistung für die Leistungserbringung und Zielerscheinung des Unternehmens hat. Dies sei an Beispielen illustriert.

Preis – eine relative Größe

Nehmen wir an, ein Produktionsunternehmen braucht eine Stanze. Und diese muss pannenfrei funktionieren, da bei einem Ausfall die gesamte Produktion still steht. Dann kann der Preis nicht das alleinige Kaufentscheidungskriterium sein.

Denn wenn die Stanze ausfällt, sind nicht nur alle Produktionsmitarbeiter zum Nichtstun verdammt – das heißt das Unternehmen hat hohe Ausfallzeiten. Es kann auch seine Lieferzusagen nicht mehr einhalten. Unzufriedene Kunden und Konventionalstrafen sind also vorprogrammiert.

Verhältnis von Preis und Leistung muss stimmen

Ebenso verhält es sich, wenn ein Unternehmen Anzeigen schalten möchte, um seine Produkte zu promoten. Dann bringt es ihm wenig, in den Zeitungen mit den billigsten Anzeigentarifen zu inserieren. Denn was nutzt dem Unternehmen eine Anzeige in Zeitungen, die von seinen Zielkunden nicht gelesen wird? Wenig! Also kann auch hier der Preis zumindest nicht das alleinige Entscheidungskriterium sein.

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