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Die Produktion im Mittelstand fest im Griff behalten

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Flexibilität von Supply-Chain-Management-Systemen gefordert

Manche Betriebe haben bereits Lösungen für die Produktionsplanung im Einsatz. Diese sind allerdings häufig nicht integriert und zudem hierarchisch angelegt. In Zeiten immer kürzerer Produktlebenszyklen ist Flexibilität gefragt, die mit diesen Lösungen meist nicht erreicht werden kann.

Die Standard-Produktionsplanung basiert auf Bestandsberechnungen von oben nach unten – von der Absatzplanung über die Leitteileplanung, die Bedarfsplanung für Sekundärbedarfe, die Losgrößenberechnung und die Kapazitätsplanung bis hin zur Terminierung. Sobald unvorhergesehene Veränderungen eintreten, wenn beispielsweise durch Kapazitätsengpässe die Materialbedarfe verschoben werden, stößt diese statische Produktionsplanung an ihre Grenzen. Es werden zwar Bedarfe gegen Bedarfsdecker geplant, aber die Kapazitäten nicht berücksichtigt.

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Standard-Software zur Produktionsplanung bietet zu wenig Interaktion

Zudem sind die Möglichkeiten der Interaktion und selektiven Planung eingeschränkt, besonders bei einer mehrstufigen Planung. Die Ecktermine werden bei dieser Form der Produktionsplanung statisch sequenziell auf den einzelnen Dispositionsstufen berechnet. Verschiebt sich ein Termin auf einer Dispositionsstufe, wird dies nicht nach oben oder unten weitergegeben und einzelne Vorgänge werden nicht angepasst.

Häufig ist die Produktionsplanung lediglich auf optimale Rüstzeiten ausgerichtet, ohne weitere Faktoren, wie beispielsweise die Termintreue, zu berücksichtigen. Die Rüstzeiten werden direkt berechnet und im Arbeitsplan gepflegt. Mehrere konkurrierende Optimierungsfaktoren, wie beispielsweise „rüstoptimale Fertigung“ und „Einhaltung der Termintreue“ können in der Standard-Produktionsplanung nicht gleichzeitig berücksichtigt werden.

Wird als Lieferzeitraum gegenüber dem Kunden nur die Kalenderwoche angegeben, ist dies unproblematisch. Bei einer engeren Planung kann es jedoch zu Konflikten kommen, da Liefertermine eventuell nicht eingehalten werden können.

Unvorhersehbare Situationen werden in der statischen Produktionsplanung zum Problem

Ein weiteres Problem der statischen, nicht integrierten Produktionsplanung sind unvorhersehbare Situationen, wie Maschinenausfälle, fehlende Teile oder fehlende Kapazitäten für geplante Aufträge. Dies kann zu Produktionsunterbrechungen führen, wenn die Produktionsplanung nicht flexibel genug ist.

Die bereits eingeplanten Ressourcen verfallen dann ungenutzt. Umfangreiche Lagerbestände und eine niedrige Kapazitätsauslastung sind die Folge, da fehlende Teile und Kapazitätsüberlasten nicht in der Planung berücksichtigt werden.

Häufige Unterbrechungen und Änderungen führen zudem zu langen Durchlaufzeiten bei Aufträgen. Im schlimmsten Fall kann dies Konventionalstrafen nach sich ziehen, da Lieferzeiten nicht eingehalten werden können.

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