Logistik-Software

Die Produktion im Mittelstand fest im Griff behalten

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Diesen Herausforderungen können Fertigungsbetriebe mit einer integrierten Supply-Chain-Management-Lösung begegnen. Dabei ist die speziell auf den tatsächlichen Bedarf ausgerichtete Produktions- und Feinplanungs-Lösung SAP APO (Advanced Planning & Organization) besonders für mittelständische Unternehmen attraktiv.

Supply-Chain-Management-Software basiert auf SAP SCM

Sie basiert auf SAP SCM und beinhaltet alle Anwendungen für die Feinplanung eines Auftrages von der Kundenabwicklung bis zur Auslieferung eines Produktes. Geht ein Kundenauftrag ein, plant das System automatisch die entsprechenden personellen, materiellen und produktionstechnischen Ressourcen und ermittelt den möglichen Liefertermin. Dabei können mehrere konkurrierende Optimierungsfaktoren vordefiniert und gewichtet werden, beispielsweise Termintreue und gleichzeitig optimale Rüstzeiten.

Bildergalerie

Über ein Alert-Monitoring wird es im laufenden Betrieb angezeigt, sobald diese Faktoren nicht eingehalten werden können. So muss der Produktionsplaner nicht jeden Auftrag beobachten und wird nur bei Problemfällen alarmiert. Die Materialbestände können durch die optimale Ressourcenplanung um ein Vielfaches reduziert und die Kapazitätsauslastung kann deutlich verbessert werden.

Alle Beteiligten auf aktuellem Stand

Ein weiterer Vorteil ist, dass in SAP APO Simulationen durchgeführt werden können (Bild 4). Dabei werden verschiedene alternative Lösungen unter Berücksichtigung aller Produktionsstufen und Optimierungsfaktoren durchgespielt. Werden Änderungen im Produktionsplan nötig, können so die Folgen im Voraus berechnet werden. Auf dieser Basis kann dann die optimale Entscheidungsvariante gewählt werden.

Da es sich um ein integriertes System mit einer einheitlichen Datenbasis handelt, sind alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette immer auf dem aktuellsten Stand. So wird die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen, Lieferanten und Partnern deutlich verbessert und die Durchlaufzeiten verkürzen sich erheblich.

Gibt es an einer Stelle in der Wertschöpfungskette Veränderungen, wirkt sich dies sofort auf die damit verknüpften Prozesse aus. Diese Flexibilität ermöglicht, sich schnell auf unvorhergesehene Situationen einzustellen und die Produktionsplanung zeitnah anzupassen. So können Fertigungsbetriebe die zur Verfügung stehenden Ressourcen optimal ausnützen, die Liefertreue und Kundenzufriedenheit verbessern und gleichzeitig durch eine effiziente Lagerhaltung Kosten sparen.

* Gerd Scheuerer ist Leiter des Geschäftsbereichs Beratung, Service und Support sowie Mitglied der Geschäftsleitung der Steeb Anwendersysteme GmbH in 74232 Abstatt

(ID:25663170)