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Industriedrucker Die richtige Druckerwahl ist keine Nebensache

| Autor / Redakteur: Marcus Krebs / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Wenn Hersteller Jobtickets, Etiketten und andere Produktidentifizierungen benötigen, sollte die Auswahl des passenden Druckers keine Nebensache sein. Druckerstandort und -technik sowie die Entscheidung darüber, ob Barcodes verwendet werden, beeinflussen Arbeitszeit, Genauigkeit und Fehlerraten und damit das Ergebnis.

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Barcodes ermöglichen eine schnelle, genaue Identifizierung und Datenerfassung.
Barcodes ermöglichen eine schnelle, genaue Identifizierung und Datenerfassung.
(Bild: Intermec)

Informations- und Dokumentationsmaterialien sind wesentliche Bestandteile im Produktionsprozess – gesetzliche Vorgaben, Kundenwünsche und nicht zuletzt das Ziel, Herstellungsverfahren möglichst effizient zu gestalten, erfordern es, dass die Informationen zu einem Produkt jederzeit vorliegen. Allerdings ist die Erstellung der Dokumentation im Gegensatz zur Produktion in vielen Unternehmen nicht automatisiert beziehungsweise optimiert. Arbeitsaufträge, Jobtickets und Produktetiketten werden oft noch von Mitarbeitern per Hand geschrieben.

Optimierte Prozessabläufe senken die Kosten

Neben dem hohen Zeitaufwand für das Erstellen und Verarbeiten dieser Dokumente enthalten sie häufig inkorrekte Beschreibungen, beispielsweise durch falsches Übertragen, die wiederum zu Produktionsfehlern, höherem Ausschuss und doppelter Arbeit führen. Mit Druckern und Medien, die spezifisch für Anwendungen in der Produktion entwickelt wurden, können Hersteller hingegen Prozessabläufe optimieren und dadurch Kosten reduzieren.

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Unternehmen profitieren in zweierlei Hinsicht davon, Drucker in Produktionsabläufen einzusetzen. Zum einen lassen sich zum Beispiel Jobtickets, Materiallisten (Bills of Materials – BOM), Work-in-Process-(WIP-)Trackingetiketten und andere Texte wesentlich schneller erstellen (Bild 3). Zum anderen werden durch das Drucken Qualität und Effizienz gefördert, weil keine Abhängigkeit von handschriftlichen Dokumenten mehr besteht und auch Barcodes eingesetzt werden können.

Mit Barcodes Jobtickets in jedem Produktionsschritt scannen

Diese ermöglichen eine schnelle, genaue Identifizierung und Datenerfassung. Mit Barcodes ist es zudem möglich, Jobtickets in jedem Produktionsschritt zu scannen, um Inventursysteme in Echtzeit zu aktualisieren (Bild 1). Werden Barcodetickets zu Beginn des Prozesses erstellt, lassen sich mehr Produktionsschritte automatisch aufzeichnen und damit die Transparenz und Rückverfolgbarkeit erhöhen (Bild 2).

Wenn ein Drucker sowohl für Büro- als auch für Produktionszwecke eingesetzt wird, geht bei jedem Medienwechsel Zeit verloren. Unter Medien versteht man alle zum Druckprozess gehörenden Verbrauchsmaterialien. Hierzu zählen beispielsweise Barcode-Etiketten, Quittungen, Tickets und Farbbänder. Bei Laser- und Tintenstrahldruckern sind die Medienoptionen deutlich eingeschränkt – sie unterstützen nicht alle Etikettengrößen und resistenten Materialien, die bei Industrieanwendungen zum Einsatz kommen.

Noch mehr Zeit geht verloren, wenn sich der Drucker in einem Büro und nicht am Produktionsort befindet und die Materialien jedes Mal extra dort abgeholt werden müssen. Die wenigen Minuten, die dafür benötigt werden, scheinen im Tagesgeschäft keine großen Auswirkungen zu haben, summieren sich jedoch zu einem überraschend hohen Gesamtbetrag an Arbeitszeit.

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