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Telekommunikation Digital Officer für Logistikbranche

| Redakteur: Robert Weber

Der Wandel von physischen Arbeitsabläufen hin zu digitalisierten Unternehmensprozessen fordert die Unternehmen. Inzwischen halten fast 90 % der Firmen Digital Transformation für wichtig oder sehr wichtig. Und: 83 % der Befragten in der Telekommunikationsbranche gehen davon aus, dass Digital Transformation künftig vor allem die Logistikprozesse verändern wird.

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Wo findet Digital Transformation schon statt? Die Logistik nimmt nicht die Spitzenposition ein.
Wo findet Digital Transformation schon statt? Die Logistik nimmt nicht die Spitzenposition ein.
(Bild: SPS)

Das ergab eine von Swiss Post Solutions (SPS) beim ISTO-Institut an der Universität München in Auftrag gegebenen Studie. Die Ergebnisse: Die Bedeutung von Digital Transformation steigt. Das erwartet die überwiegende Mehrheit der insgesamt 115 befragten Entscheider in Deutschland, Österreich und der Schweiz. So wollen rund 45 % der Unternehmen ihre Investitionen in Digital Transformation in den nächsten ein bis drei Jahren erhöhen. Innerhalb der Telekommunikationsbranche ist es sogar rund die Hälfte aller Unternehmen.

Interne und exteren Ressourcen nutzen

Fast 30 % der Befragten sind überzeugt davon, dass dafür ein neues Berufsbild geschaffen wird. Ein so genannter Chief Digital Officer soll künftig für die strategische Planung und Umsetzung von Digital Transformation sorgen. „Zudem können Unternehmen mit Hilfe von innovativen Outsourcing-Lösungen optimale Strategien für die digitale Transformation entwickeln“, sagt Dr. Walter Gerdes, CEO beim BPO-Spezialisten SPS Deutschland. Insgesamt wollen rund 70 % der Unternehmen interne und externe Ressourcen für die Umsetzung der Prozesse nutzen.

Prozesse verbessern ist das Ziel

Für 93 % der befragten Unternehmen ist die ‚Erhöhung der Prozesseffizienz‘ das wichtigste Ziel von Digital Transformation. Die ‚Einsparung von Arbeitszeit‘ hat für 89 % der Entscheider Priorität und jeweils 80 % der Befragten nannten als Ziel von Digital Transformation ‚Kosten zu sparen‘ und einen ‚flexiblen Datenzugriff‘ zu ermöglichen. Die Ziele betreffen grundsätzlich alle Unternehmensbereiche vom Kundenservice über die Finanz- und HR-Abteilung bis hin zum Marketing. So gaben 69 % der Unternehmen an, Digital Transformation bereits heute beim Kundenservice zu nutzen. In Finanz- und Controlling-Prozessen sind es 67 % und bei der Logistik und im HR-Bereich jeweils 60 % der Unternehmen. Marketing-Prozesse liegen derzeit lediglich im unteren Drittel des Rankings. Dennoch wenden auch hier über die Hälfte der Befragten Digital Transformation an.

Bereichsübergreifend zusammenarbeiten

Die komplexen Prozesse im Unternehmen zu ändern, ist für 70 % der Entscheider in der Telekommunikationsbranche die größte Herausforderung. Damit unterscheidet sich die Branche deutlich vom Durchschnitt aller Befragten. So sehen über 40 % aller Unternehmen die größte Herausforderung für den Einsatz von Digital Transformation in einer fehlenden Gesamtstrategie. „Vor allem für den Ausbau von bereichsübergreifenden Maßnahmen ist eine schlüssige Gesamtstrategie Voraussetzung“,sagt SPS Manager Gerdes. „Digitale Insellösungen müssen künftig einem vernetzten Unternehmenskonzept weichen. Nur wenn die Lösungen nahtlos ineinandergreifen, lässt sich die Wertschöpfungskette gewinnbringend erweitern.“ Davon sind die Unternehmen in der Praxis noch ein Stück entfernt. So gaben 40 % der Befragten an, dass Digital Transformation bereichsübergreifend derzeit nur wenig oder überhaupt nicht ausgeprägt ist.

Die Bedeutung von Smartphones, Tablet-PCs und anderen mobilen Endgeräten für die digitale Transformation wird in Zukunft deutlich steigen. Dieser Meinung sind rund 70 % der Entscheider. Bei der Frage, ob künftig alle Vorgänge papierlos abgewickelt werden, sind die Unternehmen skeptisch. Nur die Hälfte der Befragten hält dies für wahrscheinlich.

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