Palettenkommissionierung

Griff in die Vollen mit Kommissioniersystemen

07.10.2008 | Autor / Redakteur: Reinhard Irrgang / Volker Unruh

Im OPM wird jede Handelseinheit mit einem Tablar verheiratet und in das AKL eingelagert. Danach stehen die Artikel unmittelbar zur Kommissionierung bereit. Bild: Witron
Im OPM wird jede Handelseinheit mit einem Tablar verheiratet und in das AKL eingelagert. Danach stehen die Artikel unmittelbar zur Kommissionierung bereit. Bild: Witron

Vor vier Jahren wurde die erste vollautomatische Palettenkommissionierung inklusive filialgerechter Sequenzierung vorgestellt. Mittlerweile bietet eine Reihe namhafter Hersteller ähnliche System an – ein deutlicher Beleg für die operative und wirtschaftliche Relevanz dieser Systeme, deren Techniken, Besonderheiten und Nutzwert-Potenziale im Folgenden dargestellt werden.

Mit Superlativen sollte man sparsam umgehen. Dennoch lässt sich die 2004 von Witron Logistik + Informatik erstmals vorgestellte Order Picking Machinery (OPM) mit ihrer Case Order Machine (COM) als ein großer und wegweisender Wurf bezeichnen, dem die automatische Kommissionierung eine Vielzahl neuer Möglichkeiten verdankt.

Mit der COM lassen sich „bis zu 90% eines markt üblichen Handelssortiments mechanisiert kommissionieren“, so Witron-Geschäftsführer Helmut Prieschenk. Zudem verspricht die OPM auch im Frische- und Tiefkühlbereich hochdynamisches und wirtschaftliches Kommissionieren.

Eines der wesentlichen Merkmale der Order Picking Machinery ist der durchgängige Materialfluss. So wird nach der Vereinnahmung der Paletten im Wareneingang die Ware im automatischen Hochregallager (HRL) bevorratet. Für die Kommissionierung wird in Abhängigkeit von der Auftragsstruktur ein ein- bis zweitägiger Vorrat an Handelseinheiten in einem automatischen Kleinteilelager (AKL) auf Tablaren gepuffert.

Der permanente Nachschub in diesen Kommissionierpuffer erfolgt dynamisch und auf Basis aktueller Auftragsdaten. Hierfür werden die Nachschubpaletten aus dem Hochregallager automatisch lagenweise depalettiert. Jede der anschließend vereinzelten Handelseinheiten wird mit je einem Tablar „verheiratet“, in das AKL eingelagert und steht damit unmittelbar für die Kommissionierung zur Verfügung.

Sensoren überwachen Kommissionier-Vorgang

Nach logischer Bildung der optimalen Beladung des Ladungsträgers (Palette oder Rollcontainer) werden die Tablare sequenzgerecht aus dem Kommissionierpuffer ausgelagert und der Case Order Machine zugeführt. Dort werden die Handelseinheiten vom Tablar getrennt und auf dem Ladungsträger platziert. Sensoren überwachen diesen Vorgang im Hinblick auf höchste Verfügbarkeit.

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