TNT Express

Expressfrachter geht mit Zuversicht durch die Krise

05.06.2009 | Autor / Redakteur: Ludger Brüx / Bernd Maienschein

China soll für TNT Express nach Europa zum zweiten Heimatmarkt werden. Die Verbindung Shanghai/Lüttich ermöglicht Door-to-Door-Laufzeiten von nur zwei Tagen zwischen den Kontinenten.
China soll für TNT Express nach Europa zum zweiten Heimatmarkt werden. Die Verbindung Shanghai/Lüttich ermöglicht Door-to-Door-Laufzeiten von nur zwei Tagen zwischen den Kontinenten.

Die Emerging Markets, zu denen die vier Staaten Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC) gehören, bleiben auch in der aktuellen Krisenzeit hochinteressante Märkte. Um diese für seine Kunden bestmöglich zu erschließen, investiert TNT Express auch in Zukunft nachhaltig in den BRIC-Staaten.

Brasilien, Russland, Indien und China – vom traditionsreichen Investment-Haus Goldman Sachs einst marketingstrategisch brillant unter dem Namen „BRIC“ zusammengefasst – arbeiten seit Jahren daran, die „alten“ Wirtschaftsmächte Europas und Nord-amerikas einzuholen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der vier Schwellenländer wuchs bis zur einsetzenden Finanzkrise beeindruckend schnell. Lange Zeit also gute Bedingungen für Kurier-Express-Post-(KEP-)Dienstleister wie TNT, sich in den Regionen der Zukunft zu positionieren.

BRIC-Staaten wachsen noch immer

Noch bis Mitte 2008 stand das beeindruckende Wirtschaftswachstum des BRIC-Quartetts bei Meetings ganz oben auf den Flipcharts der Emerging-Markets-Strategen. Doch gegen Ende des letzten Jahres begann der Erfolg zu bröckeln. Immerhin: Trotz der starken Rückgänge in nahezu allen Wirtschaftszweigen im vierten Quartal wuchs das reale BIP 2008 in Brasilien um 5,2%, in Russland um 6% und in Indien um 7,3%. Spitzenreiter China konnte immer noch eine beinahe zweistellige Zuwachsrate von 9,8% verbuchen.

Zum Vergleich: Die USA steigerten ihr BIP im vergangenen Jahr um gerade einmal 1,4 Prozentpunkte, Export-Champion Deutschland erwirtschaftete ein Wachstum von 1,7%.

Für 2009 sehen die Prognosen freilich düsterer aus. So rechnet die Weltbank laut einer kürzlich bekannt gewordenen Prognose zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg mit einer Rückentwicklung der globalen Weltwirtschaft unter das Vorjahresniveau.

Licht im Schatten?

Doch gibt es auch Lichtblicke inmitten der Krise. So sind laut der aktuellen Liste „The 2009 BCG 100 New Global Challengers“ 76 von 100 kommenden globalen Unternehmen in den BRIC-Ländern beheimatet. China will mit einem über 600 Mrd. Dollar schweren Konjunkturpaket die Wirtschaft anfeuern und durch Investitionen, unter anderem in Flughäfen und Straßen, bleibende Werte für die Zukunft schaffen – ein Plan, der Logistikern wie TNT Express entgegenkommt.

Ein weiteres Argument für die krisengebeutelten BRIC-Staaten: Während die Claims der globalen KEP-Marken in Europa und Nordamerika seit Jahren abgesteckt sind und sich Marktanteile nur noch um halbe Prozentpunkte verschieben, verheißen die Emerging Markets in Asien und Südamerika in den Tagen nach der vielfach heraufbeschworenen Wirtschaftsapokalypse wieder satte Gewinne statt gesättigter Märkte.

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