Kontraktlogistik

Die Zukunft der Container-Terminals ist trimodal

08.05.2009 | Autor / Redakteur: Wolfgang Hönemann / Bernd Maienschein

Die anfangs 7000 m² Umschlagfläche im Containe-Terminal Mannheim, das als erstes Binnen-Containerterminal Deutschlands gilt, haben sich seit seiner Eröffnung im Jahr 1968 inzwischen verzehnfacht.
Die anfangs 7000 m² Umschlagfläche im Containe-Terminal Mannheim, das als erstes Binnen-Containerterminal Deutschlands gilt, haben sich seit seiner Eröffnung im Jahr 1968 inzwischen verzehnfacht.

Bei Container-Terminals sind flexible Umschlagmöglichkeiten vom Lkw auf die Bahn oder aufs Schiff und umgekehrt zunehmend gefragt. Auch Wincanton bietet in mehreren Terminals trimodale Leistungen, wie zum Beispiel im Mannheimer Hafen.

Die Konzentration auf nur einen Verkehrsträger ist längst Vergangenheit. Straße, Schiene und Wasser stehen heute nicht mehr in Konkurrenz, sondern arbeiten partnerschaftlich zusammen. Das Verbindungsglied sind moderne Normcontainer, die schnell zwischen Lkw, Bahn und Schiff umgeschlagen werden können. Je nach Destination und Strecke spielt dabei jeder Verkehrsträger seine Stärken aus.

Der Erfolg der trimodalen Terminals lässt sich unter anderem darauf zurückführen, dass sie durch den flexiblen Zugriff auf alle Verkehrsträger eine perfekte Schnittstelle im internationalen Wirtschaftskreislauf bilden. So kann im Terminal Mannheim direkt vom Schiff auf Lkw und Bahn verladen werden. Wincanton unterhält einen regelmäßigen Container-Binnenschiffsdienst von den ARA-Häfen zum Mannheimer Terminal. Von dort fährt Wincanton mit eigenen Bahn-Shuttles zum Beispiel nach Stuttgart oder Ulm und ermöglicht so eine direkte Hinterlandanbindung an die ARA-Häfen. Weitere Züge fahren ab dem Hafen Mannheim auch regelmäßig in andere europäische Länder, wie Italien, Griechenland, Frankreich und Ungarn.

Container-Terminal Mannheim war erstes Binnen-Container-Terminal Deutschlands

Das bereits 1968 eröffnete Container-Terminal Mannheim gilt als das erste Binnen-Container-Terminal Deutschlands. Die anfänglich 7000 m² Umschlagfläche haben sich in mehreren Erweiterungsschritten inzwischen verzehnfacht – ein deutliches Zeichen für die Bedeutung des Logistikstandorts. So stieg in den vergangenen Jahren der Containerumschlag von Schiffen im Hafen Mannheim jährlich um rund 11%. Eine von den Häfen der Region in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bis zum Jahr 2025 mit einer jährlichen Wachstumsrate von rund 7% gerechnet werden kann.

Der letzte Ausbau im Mannheimer Hafen fand vor knapp zwei Jahren statt. Dabei wurde das Terminal im Mühlauhafen erweitert und ein moderner Gefahrgutbereich eingerichtet. Auf einer Fläche von 12 000 m² bietet das Terminal über 1000 Containern zusätzlichen Platz. Auf dem Gelände wurde zudem ein dritter Containerkran aufgestellt, der über eine Traglast von 55 t verfügt. Die wasserseitige Ausladung von 25 m Breite erlaubt dem Containerkran den gleichzeitigen Umschlag von zwei Schiffen. Auch das bestehende Gleisnetz wurde um zwei zusätzliche Schienenstränge ergänzt. Auf einer Gleislänge von über 1000 m können dort ganze Güterzüge problemlos be- und entladen werden.

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