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Forschung Drohnen und FTS werden die Zukunft bestimmen

Autor / Redakteur: André Schmiljun / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Asti Insystems beteiligt sich an dem vom BMVI geförderten Forschungsprojekt „FlowPro“. In den nächsten vier Jahren soll ein klimaschonendes, sich selbst organisierendes Logistiknetzwerk entwickelt werden, das heterogene Transporteinheiten wie fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) und Multicopter-Drohnen unternehmensübergreifend verbindet.

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Wegen immer kleinerer zu transportierender Losgrößen werden günstige Logistiklösungen wie fahrerlose Transportfahrzeuge und Drohnen künftig immer stärker gefragt sein.
Wegen immer kleinerer zu transportierender Losgrößen werden günstige Logistiklösungen wie fahrerlose Transportfahrzeuge und Drohnen künftig immer stärker gefragt sein.
(Bild: Asti Insystems)

Das Forschungsvorhaben „FlowPro“ (professioneller Fluss) soll die Mikrologistik der Zukunft einleiten. Im Rahmen der Bundesinitiative „mFUND“ fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit rund 3 Mio. Euro sechs bundesweite Projektpartner aus der Wissenschaft und Wirtschaft, darunter Asti Insystems, bei der Untersuchung und Erprobung der Vernetzung, Fusion und Nutzung von Mobilitäts-, Verkehrs- und Logistikdaten.

Das Ziel von Asti Insystems ist die Entwicklung eines sich selbst organisierenden Logistiksystems, welches sich durch Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) während des Betriebs selbstständig optimiert. Berücksichtigt werden dabei klimaschonende Strategien, wie beispielsweise eine unter optimiertem Energieverbrauch realisierte Auftragsausführung oder eine ökologische Routenauswahl. „FlowPro“ ermöglicht die Mikromobilität von Waren bis zur Losgröße 1 in Industrieparks und optimiert die Intralogistik unternehmensübergreifend auf dem Land- und Luftweg. In Kooperation werden verschiedene Transporteinheiten wie fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) und Multicopter-Drohnen weiterentwickelt, um in unterschiedlichen Netzwerken einzelne, technologische Systemgrenzen zu verbinden.

Trend zu immer geringeren Losgrößen

Mit dem Einzug der Digitalisierung in Wirtschaft und Industrie sind Lösungen in der Logistik gefragt, die in der Lage sind, nicht nur Massenware, sondern immer kleinere Stückmengen und Losgrößen zu transportieren. Heutige, konventionelle Logistiksysteme sind für diese zukünftigen Anforderungen nicht ausgelegt: Sie sind mit hohen Kosten verbunden und wenig flexibel. Hier spielen auch Umweltfaktoren eine Rolle: Die Verkehrsnetze werden aktuell vorwiegend neben dem Individualverkehr durch die unternehmerische Logistik belastet. Zudem beträgt der Anteil an Lkw-Leerfahrten und Minimalladungen über 37 %.

Die Logistikeinheiten „kommunizieren“ untereinander, um über ein KI-gestütztes Angebotssystem den geeignetsten Kandidaten für die anfallenden Transportaufträge zu ermitteln. Der KI-Service soll so aufgebaut werden, dass alle Kenngrößen im Logistiknetzwerk (Verkehrsdaten, Umwelteinflüsse, Fähigkeiten der einzelnen Transporteinheiten, Produktdaten) die Strategien der beteiligten Unternehmen einbeziehen (lokale und globale logistische Ziele, Kosten- und Emissionsreduktion). Dabei soll es jederzeit möglich sein, weitere Transporteinheiten einzubinden, eigene Einheiten gegen Gebühr zur Verfügung zu stellen und somit logistische Ziele für alle Beteiligten zu optimieren. ■

* Dr. André Schmiljun ist Mitarbeiter der Insystems Automation GmbH in 12489 Berlin, Tel. (0 30) 63 92 25-15, andre.schmiljun@asti.tech

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