Klimaretter auf Kohleninsel Duisburger Hafen bekommt klimaneutrales Hinterlandterminal

Quelle: Duisport & Partner

Der Startschuss für das Projekt „enerPort II“ ist ausgelöst! Duisport den Spatenstich für das erste voll auf Wasserstofftechnik abgestimmte Hinterlandterminal vollzogen.

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Wasserstofflogistik gestartet! Von links: Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Professor Reimund Neugebauer, Duisport-CEO Markus Bangen, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Oliver Krischer, nebst Sören Link, dem Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, beim Spatenstich zum DGT.
Wasserstofflogistik gestartet! Von links: Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Professor Reimund Neugebauer, Duisport-CEO Markus Bangen, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Oliver Krischer, nebst Sören Link, dem Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, beim Spatenstich zum DGT.
(Bild: Duisport / Krischerfotografie)

Im Rahmen des Projekts „enerPort II“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit rund 13 Millionen Euro gefördert wird, nimmt das Unternehmen Duisport nebst Partnern das erste rein auf Wasserstoff basierende Terminal auf der ehemaligen Kohleninsel in Duisburg-Meiderich in Angriff.

Auch der Bau des trimodalen DGT (Duisburg Gateway Terminal) ist damit gestartet, heißt es weiter. Es gilt als Modellprojekt für die Zukunft der Logistik. Es wird mit einer Fläche von 235.000 Quadratmetern im Endausbau dann das größte Containerterminal im europäischen Hinterland sein, wie die Protagonisten betonen. Die Fertigstellung ist für Mitte 2023 geplant, wobei der Bau in Kooperation mit internationalen Partnern durchgeführt wird. Mit dabei sind Cosco Shipping Logistics, Hupac und die HTS Group.

Die gesamten Arbeitsprozesse des DGT werden zu 100 Prozent klimaneutral verlaufen, heißt es. Alle Güterbewegungen würden digital bis ins Detail aufeinander abgestimmt werden und automatisiert gesteuert. Das DGT sei weltweit als Leitmodell für die Energiewende von Binnenhäfen zu verstehen.

Von Rolls-Royce bis hin zu Energienetzexperten

Rolls-Royce wird am künftigen Containerterminal im Praxisbetrieb demonstrieren, wie die klimaneutrale, dezentrale Energieversorgung der Zukunft aussehen kann, die auf einem intelligenten Mix aus regenerativen Energien wie Photovoltaik, kombiniert mit Batterien und grünem Wasserstoff, basiert. Dazu wird der Autobauer drei wasserstoffbetriebene MTU-Brennstoffzellen-Aggregate mit insgesamt 1,5 Megawatt für die Abdeckung elektrischer Spitzenlasten sowie zwei MTU-Wasserstoff-Blockheizkraftwerke mit 2 Megawatt Leistung installieren, die für die elektrische Grundlast und die Wärmeversorgung zuständig sind.

Die Westenergie Netzservice setzt auf ein intelligentes, nachhaltiges Energiesystem, mit dem alle Energiesektoren gekoppelt werden können. Schwerpunkte bilden ein Microgrid, also ein relativ kleines, lokales Energienetz. Im Falle des DGT koppelt und steuert es intelligent das lokale Netz, basierend auf erneuerbaren Energien aus Photovoltaiksystemen und wasserstoffbasierten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mit elektrischen und thermischen Energiespeichern sowie Wasserstoffspeichern und Verbrauchern (Landstrom, Ladesäulen und Krananlagen).

Und die Stadtwerke Duisburg entwickeln ein Konzept für den Bau einer Wasserstoff-Tankstelle und eines Elektrolyseurs zur Herstellung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien. Über welche Netzinfrastrukturen der Wasserstoff dann verteilt werden kann, untersuchen die Netze Duisburg.

Um einen wirtschaftlich optimalen Betrieb eines sektorenübergreifenden Energiesystems zu ermöglichen, bildet der Stadtwerke Duisburg Energiehandel dabei die Schnittstelle zu den klassischen Energiemärkten und Börsenhandelsplätzen, wie man erfahren durfte.

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