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Logistikzentrum Durch den Fördertunnel in die Produktion

| Redakteur: Robert Weber

Der tschechische Autobauer Skoda hat seine Produktionslogistik im Werk Mladá Boleslav erweitert. Das neue Logistikzentrum arbeitet jetzt unter Volllast. Die teilautomatisierte Logistikhalle mit 33 Hochregalstraßen versorgt die Fahrzeug- und Aggregatefertigung im Werk mit Material.

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(Bild: Skoda)

Der Clou des Materialflusskonzeps: Ein automatischer Fördertunnel zur Produktionshalle M13 sowie modernste Lagertechnik ermöglichen eine schnellere, flexiblere und effizientere Teileversorgung, versichern die Autobauer. M13 ist das erste Materiallager bei Skoda, das direkt mit einer Produktionshalle verbunden ist. „Wir werden die Produktion in unseren Werken in den kommenden Jahren weiter erhöhen, dazu brauchen wir eine hocheffiziente und produktive Logistik“, erklärte Michael Oeljeklaus, Skoda-Vorstand für Produktion und Logistik.

Halbautomatische Systemwagen im Einsatz

Der gesamte logistische Prozess wird durch das neue Zentrum optimiert und in Teilen automatisiert, in dieser Form einzigartig im Volkswagen-Konzern. „Ziel war es, logistische Tätigkeiten und Abläufe zusammenzufassen, zu vereinfachen und zu beschleunigen“, sagt Jiří Cee, Leiter Markenlogistik. Das Logistikzentrum mit der internen Bezeichnung U6 ist 15.500 m² groß und 18 m hoch. In zwei Hallenabschnitten ist ein 14,5 m hohes Hochregallager mit insgesamt 33 Regalstraßen und elf Ebenen installiert. Das Hochregallager bietet Platz für bis zu 21.000 Paletten. Auf einer zusätzlichen Fläche lassen sich weitere 1500 Paletten lagern. Der Materialtransport in den Regalstraßen erfolgt mittels 20 halbautomatischen Systemwagen, der Fördertunnel vom Logistikzentrum zur Montagehalle wird von Gabelstaplern versorgt. „Die Flurförderzeuge für die Be- und Entladung und die Technik rund um die Regale kommen von Still und die Systemwagen liefert Promus aus Polen“, erklärte ein Sprecher.

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