Staplereinsatz Durchdachter Materialfluss just in sequence

Autor / Redakteur: Jens Fähse / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Ein Abgasanlagen-Produzent, der just in sequence arbeitet, setzt nicht nur voraus, dass die benötigten Anlagen rechtzeitig in der notwendigen Anzahl angeliefert werden. Außerdem muss die Reihenfolge der zu verbauenden Module auf die Produktion abgestimmt sein.

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Bei Zulieferern der Automobil-industrie haben die Faktoren Zuverlässigkeit und Zeit oberste Priorität. Die Firma Emcon Technologies fertigt Abgasanlagen und stellt die Produkte nach dem Just-in-Sequence-Verfahren bereit.

Zulieferer muss auch in der richtigen Reihenfolge liefern

Es wird nicht nur vorausgesetzt, dass die benötigten Anlagen rechtzeitig in der notwendigen Anzahl angeliefert werden, sondern auch, dass die Reihenfolge der benötigten Module auf die Produktion abgestimmt ist. Emcon Technologies garantiert eine pünktliche Anlieferung und erhält dabei die Unterstützung von Flurförderzeugen von Toyota Material Handling.

Im März 2007 startete Emcon Technologies die Produktion am neuen Standort in Lilienthal bei Bremen. Vor Ort werden Abgasanlagen geschweißt und montiert. Pro Tag entstehen insgesamt 3300 Anlagen und somit 70000 im Monat. Diese werden vorwiegend aus Stahl und Edelstahl hergestellt.

Am Standort Lilienthal sind insgesamt 76 Mitarbeiter beschäftigt, die im Dreischicht-Betrieb arbeiten, um das geforderte Pensum einzuhalten. Das Betriebsgelände umfasst 10000 m2, wovon 4500 m2 auf das Lager und die Montage entfallen. Insgesamt werden 120 Varianten von Abgasanlagen gefertigt.

Blocklager für Produkte mit hohem Umschlag

Die Lagerfläche teilt sich in Block- und Hochregallager. Im Blocklager werden hauptsächlich „Highrunner“ gelagert, die einem hohen Umschlag unterliegen, während sich im Hochregallager die mittleren bis „Lowrunner“ befinden.

Als Hauptladungsträger dienen vor allem Euro-Gitterboxen, die mit Lasten bis zu einer halben Tonne befüllt sind. Zum Teil werden aber auch kundenspezifische Ladungsträger eingesetzt. Die Komponenten für die Herstellung der Abgasanlagen kommen von unterschiedlichen Zulieferern und aus der Emcon-Technologies-Deutschland-Zentrale in Augsburg.

Zusammespiel der Stapler perfekt abgestimmt

Im Monat werden rund 4000 Artikel eingelagert und fast dieselbe Anzahl ausgelagert. Pro Tag treffen beim Automobilzulieferer sechs bis acht Lkw ein, die jeweils bis zu 90 Gitterboxen geladen haben. Für diese Vielzahl an Bewegungen ist es unerlässlich, den Materialfluss im Betrieb zu organisieren.

Der Einsatz der Flotte ist daher klar definiert. Das Zusammenspiel der Geräte ist laut Berber Dikkerboom, Leiterin Logistik bei Emcon Technologies in Lilienthal, perfekt aufeinander abgestimmt.

Schubmaststapler für das Hochregallager

Um die angelieferten Komponenten in das Hochregallager einzubringen, beschaffte das Unternehmen einen Schubmaststapler BT Reflex, der zu den neuesten Produkten von Toyota Material Handling gehört. Der BT Reflex bewegt sich mühelos in den engen Gängen des Hochregallagers und bedient am Standort Lilienthal Höhen bis zu 6 m. Das Fahrerschutzdach des BT Reflex gewährleistet eine gute Durchsicht auf den Arbeitsbereich und bietet gleichzeitig Schutz vor herabfallenden Gütern.

Ein- und ausgelagert wird nach dem First-in-first-out-(Fifo-)Prinzip. Die zuerst eingelagerte Gitterbox wird in der Regel als erstes entnommen und dann für den innerbetrieblichen Transport bereitgestellt. Unterstützt wird das Ein- und Auslagern durch das Kanban-Prinzip, das sich an dem Bedarf im Fertigungsablauf orientiert. Dadurch wird die effektive Versorgung der Montagebereiche sichergestellt.

Elektrodeichselstapler für Transporte in Lager und Montage

Für die Transportwege im Lager und im Montagebereich werden primär Elektrodeichselstapler eingesetzt. Die Baureihen BT Ixion und BT Staxio sind hierfür prädestiniert und garantieren ein schnelles Handling der Last.

Die Elektrodeichselstapler versorgen die Schweißroboter, die für die Montage der Abgasanlagen zuständig sind. Für die kundenspezifischen Ladungsträger sind die Gabeln der Baureihen BT Ixion und BT Staxio mit einer Antirutschbeschichtung ausgestattet.

Nach der Montage kommen die bestückten Gitterboxen in den Kommissionierbereich. Jede Baureihe hat eine eigene Kommissionierzone, so dass insgesamt vier Schleusen zur Beladung der Lkw zur Verfügung stehen. So wissen die Fahrer ganz genau, welche Gitterboxen sie einladen müssen. Auch für die Entladung der Lkw, die die Komponenten für die Abgasanlagen anliefern, nutzt Emcon die Elektrodeichselstapler.

Neuestes Toyota-Modell mit überzeugender Leistung

Die Gitterboxen mit den fertigen Abgasanlagen werden nach dem Just-in-Sequence-Verfahren bereitgestellt. Emcon Technologies garantiert so, dass die benötigten Abgasanlagen rechtzeitig in der notwendigen Menge und außerdem in der richtigen Reihenfolge für die Produktion angeliefert werden.

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Emcon Technologies setzt bereits seit langem auf die Zuverlässigkeit und Qualität der BT-Lagertechnik und hat sich nun auch für Toyota-Gabelstapler entschieden. Der Toyota Traigo 48 ist eines der neuesten Modelle in der Emcon-Flotte und hat in seiner Gesamtheit überzeugt.

Toyota-Elektrostapler überzeugt mit kleinem Wenderadius

Für Günter Kluge, Leiter der MVO-Werke von Emcon Deutschland, waren vor allen Dingen die baulichen Maße des Dreirad-Elektrostaplers Toyota Traigo 48 ausschlaggebend. Der Stapler verfügt über einen sehr kleinen Wenderadius und ist dadurch auch in engen Gängen überaus beweglich.

Ein Teil der fertigen Abgasanlagen wird mit den Dreirad-Elektrostaplern Toyota Traigo 48 mit 1,8 t Tragfähigkeit und einem Vierrad-Elektrostapler 7FBMF mit 2,5 t Tragfähigkeit in die Lkw verladen. Einige Abgasanlagen haben eine Länge von bis zu 3,2 m, so dass dafür verlängerte Gabeln notwendig sind.

Dabei kommt auch das Toyota-System für Aktive Stabilität (SAS) ins Spiel, mit dem alle Elektrostapler ausgestattet sind. SAS beinhaltet Sicherheitsfunktionen, die die Stabilität des Staplers in engen Kurven sicherstellen, die Lastkontrolle vereinfachen und das Risiko des Abrutschens der Last verringern.

Stabilitätssystem erhöht Sicherheit der Stapler

Emcon Technologies hat hohe Sicherheitsansprüche an die Arbeitsplätze in seinem Unternehmen und die SAS-Funktionen, insbesondere die reduzierte Neigegeschwindigkeit des Hubgerüsts, helfen, diesen gerecht zu werden.

Emcon hat sich für einen 5-Jahres-Rental-Vertrag inklusive Batteriestandzeit- und Maschinenbruch-Versicherung entschieden. Dadurch besteht für den Abgasanlagen-Hersteller keine Kapitalbindung und kein Restwertrisiko.

Jens Fähse ist Key-Account-Manager bei der Toyota Material Handling Deutschland GmbH in 30853 Langenhagen.

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