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Hallen/Zelte Ein Supermarkt spielt auf Zeit

Bei der Anmietung einer vorübergehenden Location während der Bauarbeiten am Verkaufsmarkt in Weiler-Simmerberg entschied sich Betreiber Feneberg für eine Lösung von Losberger. Innerhalb einer Woche konnte deren Leichtbauhalle komplett aufgebaut und ausgestattet werden.

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Damit Feneberg auch nach dem Abriss des alten Marktes in Weiler-Simmerberg seinen Kunden eine Einkaufsmöglichkeit bieten kann, wird für die Zeitspanne der Bauarbeiten ein temporäres Gebäude genutzt.
Damit Feneberg auch nach dem Abriss des alten Marktes in Weiler-Simmerberg seinen Kunden eine Einkaufsmöglichkeit bieten kann, wird für die Zeitspanne der Bauarbeiten ein temporäres Gebäude genutzt.
(Bild: Kubinska & Hofmann)

Der Verkaufsmarkt im Markt Weiler-Simmerberg im Allgäu war alt und entsprach nicht mehr den üblichen Standards. Bei der Anmietung eines vorübergehenden Verkaufsmarktes fiel die Wahl des Betreibers auf die Losberger GmbH. Größe, Isolierung, Fußbodenart, Aufteilung, Eingangsbereich, Klimatisierung, Heizung und Beleuchtung wurden auf die Bedürfnisse von Feneberg abgestimmt und an das Muster des alten Festgebäudes angepasst.

Die Zwischenlösung, die in Weiler seit Juni 2016 als voll einsatzfähiger Verkaufsmarkt dient, ist 20 m breit, 4 m hoch und 50 m lang. Der Neubau entsteht in circa 100 m Entfernung und soll im Sommer 2017 eröffnet werden.

Leichte Reaktion auf geänderten Platzbedarf

Nach der Beauftragung wurde der provisorische Verkaufsmarkt vom Kundenwunsch bis zu Übergabe in engem Kontakt zwischen Feneberg und Losberger geplant, wie es heißt. Die daraus entstandene Lösung ist aufgrund des großen Produktportfolios des Zelt- und Hallenspezialisten Losberger genau auf die Bedürfnisse von Feneberg abgestimmt.

„Da es sich um eine Systemhalle handelt, kann sie bei verändertem Platzbedarf durch Herausnahme der Giebelausstattung im 5-m-Raster erweitert werden“, sagt Losberger-Projektleiter Harald Gröning. „Dabei gibt es in der Länge keine Grenzen.“ Generell kann die Höhe der Leichtbauhallen von Losberger bei maximal 5,4 beziehungsweise 6 m im Aluminium- und Stahlbereich liegen. Stützfreie Spannweiten zwischen 3 und 50 m freitragend bei einer Seitenhöhe von bis zu 4 m sind dabei kein Problem.

Trotzt Wind und Wetter

Eine der Herausforderungen bei dem Projekt in Weiler-Simmerberg war, dass die Konstruktion auch in der hochgelegenen, schneereichen Gemeinde frost- und winterfest sein sollte. Zu diesem Zweck wurde beispielsweise die Bodenpressung mit 250 kN/m² hoch angelegt. Darüber hinaus erfolgte die Verankerung der Halle durch Erdanker, die zwischen 90 und 160 cm tief in den Boden reichen und das Gebäude Windgeschwindigkeiten bis zu 100 h/km trotzen lassen.

Der Verkaufsmarkt verfügt über eine doppelflügelige Eingangstüre mit Automatiköffnung über Sensoren.
Der Verkaufsmarkt verfügt über eine doppelflügelige Eingangstüre mit Automatiköffnung über Sensoren.
(Bild: Kubinska & Hofmann)

Die Wände bestehen aus Sandwichelementen, die im Vergleich zu den normalerweise verbauten, einschaligen Wandkassetten mehr Dämmung bieten und daher im Winter die Heizkosten geringer halten. Des Weiteren wurde im Dach unter der eigentlichen Dachplane eine zweite Plane fachgerecht eingezogen. Das System bietet ähnlich einer Unterspannbahn Schutz vor Kondensfeuchtigkeit bei gleichzeitig isolierender Wirkung.

Keine Veränderungen für die Kundschaft

Innen wurde ein robuster Boden mit einer Belastbarkeit von 750 kg/m² verlegt. Wie die Halle selbst ist auch er aus Systemelementen aufgebaut, die beliebig erweitert werden können. Neben Theken, Regalen und Kassen wurden auch die Sicherheitsvorkehrungen aus dem alten Feneberg-Gebäude übernommen. Die Einrichtungspläne sind darauf abgestimmt, dass die einkaufende Kundschaft keine Veränderungen im Aufbau und in der Sortimentsortierung hinnehmen muss. Sogar die Ein- und Ausgangssituation wurde 1:1 nachgebaut, so Losberger.

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