Logistikimmobilien Ein Viertel weniger Transaktionen

Redakteur: Robert Weber

Die Immobilienexperten von Jones Lang Lasalle sprechen von einem stabilen Investmentmarkt für Logistikimmobilien. Auf den ersten Blick „business as usual“. Erst in der vierten Zeile der Pressemitteilung verbirgt sich die Neuigkeit: Der Markt ist im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 25% eingebrochen.

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Logistikzentren, wie das von Prologis in Augsburg, sind begehrt am Markt. Trotzdem ging das Transaktionsvolumen zurück. Bild: Prologis
Logistikzentren, wie das von Prologis in Augsburg, sind begehrt am Markt. Trotzdem ging das Transaktionsvolumen zurück. Bild: Prologis
( Archiv: Vogel Business Media )

Auf rund 564 Mio. Euro beziffern die Frankfurter das Transaktionsvolumen für Logistik- und Industrieimmobilien. Im Vorjahr lag es noch bei 753 Mio. Euro. Den Rückgang begründen die Immobilienexperten mit dem Ausbleiben von Großdeals. Trotzdem rechnen sie mit einem Jahresvolumen von über 1 Mrd. Euro.

Fonds dominieren Logistikimmobilien-Markt

Der Markt profitiert vor allem von ausländischen Investoren. Sie brachten 320 Mio. Euro nach Deutschland. „Internationale Investoren sind insbesondere angezogen von der anhaltend guten wirtschaftlichen Konjunktur in Deutschland und der Stabilität, die eine Anlage in Deutschland verspricht“, erklärt Simon Beyer, Leiter Industrial Investment Jones Lang Lasalle Deutschland. Ein zweites Phänomen: Die Asset- und Fond-Manager dominieren auf Käufer- und Verkäuferseite den Markt (50%). Mit 20% folgen die Immobilienentwickler.

Die Top-6-Standorte für Logistikimmobilien sind laut Jones Lang Lasalle in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und München. Der Durchschnittswert der Renditen für die sechs Regionen liegt bei 7%.

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