VBW-Fachtagung zur Sicherheitskonferenz Eine vernetzte Wirtschaft braucht sichere Supply Chains

Redakteur: Jürgen Schreier

Thema der diesjährigen Fachtagung der VBW – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz 2014 war der Schutz weltweiter Handels- und Logistikströme.

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VBW-Präsident Alfred Gaffal: „Eine reibungslose Logistik und verlässliche Infrastrukturen sind wesentliche Innovationstreiber und Wettbewerbsfaktoren.“
VBW-Präsident Alfred Gaffal: „Eine reibungslose Logistik und verlässliche Infrastrukturen sind wesentliche Innovationstreiber und Wettbewerbsfaktoren.“
(Bild: VBW)

Bedrohungen durch Umweltkatastrophen und geopolitische Risiken werden nach Ansicht der VBW oft unterschätzt. Rund 200 Vertreter aus Politik und Wirtschaft diskutierten mit Experten in der ehemaligen Karmeliterkirche in München wirksame Strategien für Unternehmen zur Sicherung ihrer Produktions- und Lieferketten.

Reibungslose Logistik und verlässliche Infrastrukturen sind wesentliche Innovationstreiber

„Eine reibungslose Logistik und verlässliche Infrastrukturen sind wesentliche Innovationstreiber und Wettbewerbsfaktoren“, betonte VBW-Präsident Alfred Gaffal auf der Veranstaltung. Der steigende Welthandel verändert laut Gaffal die Logistikströme: „Zulieferketten werden komplexer, sowohl Vorleistungen als auch Endprodukte müssen über immer weitere Entfernungen transportiert werden. Warenauslieferungen ‚just in time‘ erhöhen die Abhängigkeit von funktionierenden Handelsketten.“

Insbesondere die bayerische Wirtschaft, die exportstark und international eng vernetzt ist, braucht effiziente Sicherheitsstrategien. Das gilt für die Rohstoffversorgung ebenso wie für den Schutz der Handelsketten gegen virtuelle und reale Angriffe, so Gaffal.

Deutschland muss vitales Interesse am Schutz globaler Logistikketten haben

BDI-Präsident Ulrich Grillo forderte die Bundesregierung auf, den Schutz globaler Handels- und Logistikketten stärker in den sicherheitspolitischen Fokus zu rücken. „Deutschland als führende Exportnation muss ein vitales Interesse am Schutz globaler Logistikketten haben“, sagte Grillo.

Neben steigenden Sicherheitsrisiken stelle auch eine unverhältnismäßige Bürokratie eine Herausforderung für die deutsche Industrie dar. Europa müsse seine Regularien endlich harmonisieren, deutsche Sicherheitsbehörden müssten die Unternehmen besser unterstützen.

VBW-Präsident Gaffal erklärte: „Weltweite Lieferketten erfordern eine globale Ausrichtung des betrieblichen Risikomanagements. Unternehmen dürfen nicht allein auf einen Hauptlieferanten setzen, sondern müssen sich einen Lieferantenpool aufbauen. In kritischen Bereichen ist auch der Aufbau größerer Warenbestände nötig.“

VBW unterstützt mit Informationen und durch Aktivitäten auf politischer Ebene

Die VBW unterstützt Unternehmen mit Informationen und durch Aktivitäten auf politischer Ebene dabei, die Gefahren zu erkennen und sinnvolle Vorsorgemaßnahmen zur Sicherung ihrer Herstellprozesse und Lieferketten zu implementieren.

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