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Handling Empfindliche Fassadenelemente clever handhaben

Für eine Anlage zur automatisierten Fertigung von Sandwich-Fassadenelementen liefert H + H Herrmann + Hieber die Schwerlast-Transportanlage an einen finnischen Hersteller. Auftragsbestandteile sind Sonderkettenförderer, pneumatische Hubstationen, pneumatische Hub-Reibrad-Antriebe, ein schwerer Kipptisch und die erforderliche Sicherheitstechnik.

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Transporteinrichtung von H + H Herrmann + Hieber für großflächige Fertighaus-Fassadenelemente.
Transporteinrichtung von H + H Herrmann + Hieber für großflächige Fertighaus-Fassadenelemente.
(Bild: H + H Herrmann + Hieber)

Bei der Herstellung der Sandwich-Fassadenelemente sind Panels mit bis zu 70 m² Fläche mit einem Gesamtgewicht von etwa 10 t zu bewegen. Die Produktion dieser Elemente erfolgt in vier Stufen: Vorbereitung, Ausschäumen, Abdecken und Abtransport. Für diesen Arbeitsablauf sind insgesamt vier Stationen vorgesehen, zwischen denen die Elemente – flach aufliegend – transportiert werden müssen. Der Transport muss schonend erfolgen, um Beschädigungen an den relativ empfindlichen Oberflächen der Elemente zu vermeiden. Zudem muss, wenn die Elemente angehoben werden, ein möglichst perfekter Gleichlauf der pneumatischen Hubzylinder sichergestellt sein. Diese Randbedingungen addieren sich, zusammen mit den hohen Gewichten und großen Abmessungen der Bauteile, zu einer insgesamt anspruchsvollen, individuell zu lösenden Logistikaufgabe.

Panels in 85°-Position auf dem Kipptisch

Die Bearbeitungsstationen und der Kipptisch sind so angeordnet, dass die Panels sowohl in Quer- als auch in Längsrichtung verfahren werden müssen. In Querrichtung erfolgt der Transport über Sonderketten-Fördereinrichtungen, die mit Kunststofflaschen ausgestattet sind; in Längsrichtung laufen die Ladungsträger auf Rollenleisten. Der Antrieb wird über Reibräder eingeleitet.

Der Abtransport muss in aufrechter Position erfolgen. Dazu wird das fertige Fassadenelement auf einen speziell konstruierten Kipptisch übergeben, der es in Endstellung mit einem Winkel von 85° aufrichtet. Angetrieben ist die Kippbewegung über vier Hydraulikzylinder mit je 1,4 MN. Der Antrieb der Hydraulikpumpe ist frequenzgeregelt, wodurch ein sanftes Beschleunigen und Verzögern der hohen Last erreicht wird.

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