Logistik-Messen Endlich wieder Logimat!

Wir sprachen mit Logimat-Messeleiter Michael Ruchty von der Messegesellschaft Euroexpo über die Zukunft von Messen, die Entwicklung der Logimat im Besonderen und auch über Sportliches.

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Zur Logimat 2019, der letzten Präsenzveranstaltung, kamen deutlich über 60.000 Fachbesucher auf das Stuttgarter Messegelände. Kann die Messe das 2022 toppen?
Zur Logimat 2019, der letzten Präsenzveranstaltung, kamen deutlich über 60.000 Fachbesucher auf das Stuttgarter Messegelände. Kann die Messe das 2022 toppen?
(Bild: Euroexpo)

Herr Ruchty, Ex-Fußballstar Andy Möller hat einmal gesagt: Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl. Ohne Sie in diese Ecke stellen zu wollen: Wie ist Ihr „Feeling“ angesichts von jetzt gut drei Jahren Wartezeit auf die neue Logimat?

Um bei dem Bild zu bleiben – ich habe die letzten Monate immer wieder neue Hallenpläne gezeichnet. Der Kampfgeist war immer da, aber jetzt möchte ich gemeinsam mit meinem Team endlich auch wieder ins Spiel kommen und Messe machen. Nur auf die Studio-Torwand zu schießen, ist auf die Dauer einfach zu fad, auch wenn man seine Fertigkeiten trainiert.

Es gibt ja Statements, die sagen, dass Messen in und nach der Pandemie nicht mehr zu alter Stärke zurückfinden werden. Für den Logimat-Besuch können Sie das ja noch nicht wissen. Aber wie sieht es auf Ausstellerseite aus?

Da bin ich ganz anderer Meinung und das höre ich auch so aus meinen Ausstellergesprächen raus. Sie und sicher auch die Besucher lechzen nach der Logimat. Bei all den digitalen Angeboten, wo Unternehmen Produkte und Lösungen präsentieren und die – wenn gut gemacht – eine sinnvolle Ergänzung darstellen können, ersetzt nichts den persönlichen Austausch mit Kunden vor Ort. Die meisten Firmen haben zahlreiche Neuheiten im Gepäck, die sie endlich dem Publikum zeigen wollen. Besucher wollen Produkte anfassen, um sie zu „be-greifen“ und gezielt zu hinterfragen. Das ist nur auf einer Messe möglich, wo sich Menschen face-to-face begegnen.

Michael Ruchty ist seit April 2011 bei der Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH in München tätig. Zunächst als Messeberater und ab 2016 im Projektmanagement, verantwortet er seit März 2018 als Projektleiter die Logimat – Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement in Stuttgart. Im Januar 2021 erhielt er Prokura und wurde als Mitglied in die Geschäftsleitung aufgenommen.
Michael Ruchty ist seit April 2011 bei der Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH in München tätig. Zunächst als Messeberater und ab 2016 im Projektmanagement, verantwortet er seit März 2018 als Projektleiter die Logimat – Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement in Stuttgart. Im Januar 2021 erhielt er Prokura und wurde als Mitglied in die Geschäftsleitung aufgenommen.
(Bild: Euroexpo)

In der Logistik ist in den letzten Jahren ein gewisser „Shift“ von Stahl und Eisen hin zu IT und Software zu erkennen. Inwieweit trägt die Logimat dieser Entwicklung Rechnung?

Das IoT hat bereits vor Jahren seinen Siegeszug in Materialfluss, Produktion und Logistik angetreten und die Verknüpfung von Hardware mit Künstlicher Intelligenz ist nicht mehr wegzudenken. Wir sehen das auch sehr deutlich an den eingereichten, sehr innovativen Messevorberichten unserer Aussteller. Ob vernetzte Staplertechnologie, intelligente Roboter oder smarte Boxen – die Hardware wird mit IT kombiniert. Der Messebesucher findet auf der Logimat in allen Hallen jede Menge Produkte und Lösungen aus „Stahl & Eisen“, intelligent kombiniert mit „Bits & Bites“, um seine Prozesse effizienter zu gestalten.

Für 2022 haben Sie Ihre Forenflächen für das Rahmenprogramm im Atrium am Eingang Ost konzentriert. Welche Überlegung steckt dahinter?

Die Hygieneregeln zwangen uns bei der Messeplanung dazu, strengste Mindestabstände einzuhalten. Die Forenflächen sind absolute Publikumsmagneten, auch hier wollten wir auf höchste Sicherheit achten. Dafür brauchten wir viel Raum für Besucher. Die Vortragsreihen halten deshalb jetzt zentral im Atrium Einzug. Wir bieten dort an allen drei Tagen ein Top-Rahmenprogramm. Auch die Preisverleihung Bestes Produkt erhält dort am ersten Tag im Anschluss an die Eröffnung einen würdigen Rahmen. Das gesamte Programm wird im Sinne der internationalen Besucher simultan ins Englische übersetzt.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrem Format „LogiMAT.digital“ gemacht, das ja ursprünglich die pandemiebedingt ausfallende Messe wenigstens teilweise ersetzen sollte?

„LogiMAT.digital“ war und ist nie als Ersatz zur Präsenzmesse geplant. Sie ist eine digitale Brücke zwischen den Messen und das ist auch gelungen, denn die Plattform wird sehr gut angenommen. Besucher und Aussteller haben auf „LogiMAT.digital“ die Möglichkeit, über das ganze Jahr hinweg im Austausch zu bleiben. So präsentieren auf der Plattform im Rahmen der Vortragsreihe „Hallo Stuttgart“ ab dem 26. April Aussteller ihre neuen Produkte und Lösungen in Kurzvorträgen und laden gezielt zum Besuch an ihre Messestände ein. Die „LogiMAT.digital“ bietet damit der Intralogistics-Community einen zusätzlichen Mehrwert.

Ich danke Ihnen für diese interessanten Einblicke, Herr Ruchty. Good luck für die Logimat 2022!

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