Igus Energieeffiziente Kunststoff-Energieketten senken Verbrauch deutlich

Energieketten transportieren nicht nur Energie, Daten und Medien zu Maschinen und Anlagen, sie beeinflussen auch die Energiekosten. Wieviel Antriebsleistung, ist nötig, um eine Energiekette zu bewegen? Wie leicht, aber stabil müssen Energieketten sein, damit möglichst wenig Energie verbraucht wird und möglichst kleine Motoren inklusive Antriebssteuerung, Frequenzumrichter und Mechanik ausreichen?

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Mit Rollen-Energieketten von Igus lässt sich der Reibfaktor und damit die Antriebsleistung senken. Im Bild der bisher längste Verfahrweg der Welt (615 m) mit einer Kunststoff-Energiekette im tschechischen Braunkohlekraftwerk Tusimice. Bild: Igus
Mit Rollen-Energieketten von Igus lässt sich der Reibfaktor und damit die Antriebsleistung senken. Im Bild der bisher längste Verfahrweg der Welt (615 m) mit einer Kunststoff-Energiekette im tschechischen Braunkohlekraftwerk Tusimice. Bild: Igus
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit richtigen Materialen und ausgeklügelter Konstruktion lässt sich der Energieverbrauch drastisch reduzieren, wie aktuelle Tests und Musterrechnungen im Energieketten- und Leitungslabor von Igus jetzt belegen. Beispiel: lange Verfahrwege, hohe Füllgewichte. Wenn anstelle einer gleitenden Anwendung eine Rollen-Energiekette eingesetzt wird, dann sinkt der Reibverlust.

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Tests zufolge konnte bei gleichen Eckdaten (Befüllung, Kettenlänge, Geschwindigkeit und Beschleunigung) der Reibfaktor von 0,3 auf unter 0,1 gesenkt werden. Resultat: Durch den Einsatz der Rollen-Energiekette wurde die Antriebsleistung gegenüber der gleitenden Anwendung um 37% reduziert. Bei 0,20 Euro/kWh und der Annahme, dass die Anlage zwölf Stunden pro Tag in Betrieb ist, kommt da ein guter vierstelliger Betrag zusammen.

Moderner Kunststoff ersetzt Stahl in Energieketten

Solche Rollen-Energieketten für lange Verfahrwege, von Igus entwickelt, werden bereits seit über zehn Jahren rund um den Globus eingesetzt. So zum Beispiel auf 550 m in einer Takonit-Mine in Minnesota (USA) oder – der bisher längste Verfahrweg der Welt mit einer Kunststoff-Energiekette – 615 m im tschechischen Braunkohlekraftwerk Tusimice.

Dabei werden auch in rauesten Extremumgebungen Metallketten heute durch schlankere und schmierfreie Kunststoff-Energieketten ersetzt. Jüngst geschehen zum Beispiel in einem Stahlwerk in Isfahan (Iran). Dort beeinträchtigten Staub, Schmierstoffe und Öle die Funktionsfähigkeit der schweren Metallkette, welche die Maschine mit sich ziehen musste. Leitungen wurden durch scharfe Kettenkanten und die permanente Sonneneinstrahlung beschädigt.

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