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Kartellverfahren Entscheidung: Amazon-Logistik nicht marktbeherrschend

| Redakteur: Robert Weber

Das Bundeskartellamt hat eine Beschwerde des Vereins zur Förderung des Wettbewerbs im Speditions-, Logistik- und Transportgewerbe zur Amazon-Rampenpolitik zurückgewiesen. Die Behörde kommt zu dem Ergebnis, dass Amazon seine marktbeherrschende Stellung mit seiner Logistikpolitik nicht ausnutze, schreibt das Fachportal Buchreport.

Das Bundeskartellamt kann Amazon keine marktbeherrschende Stellung nachweisen.
Das Bundeskartellamt kann Amazon keine marktbeherrschende Stellung nachweisen.
(Bild: Bundeskartellamt)

Hintergrund der Beschwerde des Vereins aus Köln ist die kritisierte Rampenpolitik des Versandhändlers. Amazon verlange schon bei geringen Verspätungen eine Vertragsstrafe von 500 Euro. Dazu würde der Händler Lkw zurückschicken, wenn die Ladung geringfügig höher gepackt sei, als vorgegeben. Auch die Annahme von Sendungen sei schwierig, wenn diese nicht exakt in der vorgegebenen Reihenfolge gepackt seien, heißt es in dem Bericht. Darüber hinaus verlange Amazon nach der Ablehnung eine Vertragsstrafe von 150 bis 500 Euro. Andreas Müller vom Wettbewerbsverein aus Köln hält diese Strafen weiterhin für „in Höhe und Drastik ungewöhnlich“, zitiert das Portal den Rechtsanwalt.

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