Innovationsrestrukturierung

Entwickeln statt entlassen

23.01.2009 | Redakteur: Jürgen Schreier

Sowohl die Maßnahmen auf der Restrukturierungsseite als auch die Maßnahmen zur Steigerung des Umsatzes durch “Innovation und Wachstum” müssen geschickt miteinander verbunden werden (Bild 1). Ziel auf der Kostenseite muss sein, durchaus kurzfristig zu realisierende Potentiale zu identifizieren und diese im „Worst Case“ zu großen Teilen auch als Kostensenkung zu realisieren.

Insbesondere beim Humankapital ist eine kurzfristige Kostensenkung durch Freisetzung aber oft gar nicht möglich. Außerdem muss ein „Schweinezyklus-Verhalten“ und der Verlust von kritischem Know-how vermieden werden. Ein Teil der frei werdenden Innovations-Ressourcen sollte auch deshalb auf die für die Zukunft richtigen Wachstums- und Innovations-Themen verschoben werden. Hier gilt es, die richtige Balance zwischen Einsparungen und den richtigen Zukunftsthemen zu finden. Viele auch im Abschwung erfolgreiche Unternehmen haben die nachfolgend beschriebenen Maßnahmen des Technologie- und Innovations-Managements entlang der Arthur D. Little-Logik „Innovationsrestrukturierung“ eingesetzt – und zwar nicht nur sequentiell sondern gleichzeitig (Bild 2).

TIM Potentiale auf der Kostenseite

(1) Portfolio-Bereinigung & Neuausrichtung: Hier wird das Produkt-, F&E-Projekt- und Technologie-Portfolio auf Basis einer systematischen Analyse konsequent bereinigt und neu ausgerichtet. Diese Einschnitte sind schmerzhaft, aber sehr wirkungsvoll. Arthur D. Little erzielte bei Kundenprojekten im Maschinenbau Kostensenkungen von rund 15% Prozent, und zwar durch konsequente Bereinigung um Produkte mit unzureichenden Deckungsbeiträgen sowie der Validierung und Aktualisierung der Geschäftspläne der Entwicklungsprojekte.

(2) Produktkosten: Durch die gezielte Wertanalyse (Design-to-Cost) lassen sich die Produktkosten um rund 20% senken. Für einen Hersteller von Verpackungsmaschinen senkte Arthur D. Little mit diesem Ansatz die Anlagenkosten um 18%. Die Leistungsparameter der Produkte blieben auf Ausgangsniveau oder wurden teilweise verbessert.

Wirksame Hebel zu Produktionskostensenkung

Weitere Hebel zur Senkung der Produktkosten sind:

  • Standardisierung,
  • Modularisierung,
  • Technologie- und Produktplattformen.

Durch den konsequenten Einsatz dieser Instrumente lassen sich im Schnitt 15 bis 25% der Herstellkosten einsparen. Auf den Gesamtlebenszyklus bezogen kann der Kapitalwert (Net Present Value) neuer plattformbasierter Produkte im Vergleich zu neuen konventionellen Produkten erfahrungsgemäß fast verdoppelt werden.

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