Suchen

Vonderheiden Erfolgreich in Nische tätig

| Redakteur: Helmut Klemm

Hamburg (hk) - Unternehmen, die in Nischen operieren, brauchen ein gutes Gespür – die Vonderheiden Maschinenbau und Messtechnik GmbH in Hamburg hatte das: Ihre Entscheidung, den Service

Firma zum Thema

Die meisten Maschinen kommen mit deutlichen Gebrauchsspuren zu Vonderheiden nach Hamburg zur Rundum- Erneuerung. Bild: Otto
Die meisten Maschinen kommen mit deutlichen Gebrauchsspuren zu Vonderheiden nach Hamburg zur Rundum- Erneuerung. Bild: Otto
( Archiv: Vogel Business Media )

Hamburg (hk) - Unternehmen, die in Nischen operieren, brauchen ein gutes Gespür – die Vonderheiden Maschinenbau und Messtechnik GmbH in Hamburg hatte das: Ihre Entscheidung, den Service für die Anlagen zur Wellpappenerzeugung des nicht mehr produzierenden Herstellers Peters zu übernehmen, kam in der Wellpappenbranche gut an, und zwar weltweit; denn für den reibungslosen Betriebsablauf war und ist es unerlässlich, dass die Wartung der nach wie vor produzierenden Peters-Maschinen weiterläuft.

Einen wertvollen Grundstock für den Service bildet auch heute noch das Archiv des ehemaligen Anlagenbauers. Es enthält die technischen Dokumentationen zu den einstmals ausgelieferten Wellpappenanlagen und ermöglicht es, die richtigen Ersatzteile für die entsprechende Maschinengeneration zweifelsfrei zu identifizieren. Es versteht sich von selbst, dass diese Ersatzteile vorhanden sein müssen, weshalb im Ersatzteillager auf dem im Hamburger Westen gelegenen Firmengelände mehrere tausend Artikel bereitgehalten werden.

Bildergalerie

Jedoch nicht allein das Wartungs- und Instandhaltungsangebot sorgte für den Erfolg, der das 2003 gegründete Unternehmen auf mittlerweile 33 Mitarbeiter wachsen ließ. Carsten Meineke, Leiter Verkauf und Marketing, weist auf ein weiteres Standbein hin: „Unsere Kunden können ihre älteren Maschinen hier bei uns vollständig überholen und unter Produktionsbedingungen testen lassen. Im Vorfeld dazu erstellen wir komplette Prozessstudien, um darzulegen, an welcher Stelle und in welcher Reihenfolge die Erneuerung den größten Nutzen bringt.“

In Zeiten, in denen Wellpappenwerke zu weltweit agierenden Konzernen zusammenwachsen, helfen solche lebensverlängernden Maßnahmen, Kosten zu senken und Ressourcen zu sparen. Statt ihre überzähligen Maschinen zu verkaufen, lassen die Wellpappenproduzenten sie in Hamburg auf den neuesten Stand der Technik bringen.

Die meist mit deutlichen Gebrauchsspuren versehenen Maschinen werden bis auf die Grundplatte demontiert, gereinigt und schließlich mit den notwendigen Neuteilen sowie elektronischen Komponenten wieder aufgebaut. Für die einwandfreie technische Ausarbeitung eines solchen Umbaus – sei er komplett oder in Teilen – dienen ebenfalls die oben genannten Dokumentationen als Basis. Wobei inzwischen weitere Dokumentationen hinzukommen mussten. Längst stehen in den Werkshallen des Hamburger Umbauexperten auch Maschinen von anderen Herstellern, die für Kunden aus Europa mit mechanischen und elektronischen Upgrades aufgerüstet werden sollen.

Für die Mitarbeiter – nicht nur die in der Konstruktion – heißt das, sie müssen Allrounder und Spezialisten in einem sein, vor allem aber die Besonderheiten der Wellpappenherstellung kennen. Dass sie trotzdem nicht unbedingt aus der Wellpappenbranche kommen, hat einen triftigen Grund: Es weitet den Blick, wenn Branchenfremde und Insider gemeinsam nach einer Problemlösung suchen.

Dieser offene Blick für ungewöhnliche Lösungen wird in Zukunft noch viel stärker gefragt sein als bisher, denn das Gespür für Erfolg blieb unter dem jetzigen Geschäftsführer Thomas Schmidt in dem Hamburger Unternehmen präsent. Die positive Geschäftsentwicklung brachte weiteres Wachstum. Der Sondermaschinenbau kam als Geschäftsfeld hinzu, die Kooperationen mit Herstellern von Komponenten für umzubauende Maschinen wurden ausgeweitet.

Mit dem Umzug im Jahre 2005 innerhalb des bestehenden Standorts erweiterten sich die Flächen für Fertigung, Montage, Lager und Büro um rund 50%. Auch die Mitarbeiterzahl soll weiter wachsen. Laut Meineke hätte das Unternehmen mit 50 Mitarbeitern eine gute Größe.

(ID:209621)